PRESSEBERICHT | WALTER FRIES NEUJAHRSEMPFANG 2017 „IN VERBINDUNG“

Beratung 30. Januar 2017

Der Neujahrsempfang der WALTER FRIES Firmengruppe in der Stadthalle Aschaffenburg ist eine mittlerweile etablierte Veranstaltung, die jährlich – so auch in diesem Jahr wieder – etwa 300 Besucher anzieht.

Die Veranstaltung stand, wie bereits im vorangegangenen Jahr, unter dem Leitgedanken „In Verbindung“. So betonte Herr Fries in seiner Eröffnungsansprache die Wichtigkeit des „Verbunden-Seins“ mit sich selbst, den eigenen Gedanken, Gefühlen und Gemütszuständen, aber auch mit anderen. Dies, so Herr Fries, gehöre zu den Grundlagen für den Erfolg, dass man mit offenem Geist und offenem Herzen Anderen gegenübertrete und nicht in Vorurteilen denke. „Wir müssen uns darin weiter und weiter entwickeln“. Die WALTER FRIES Firmengruppe möchte Ihnen bei Interesse zu dem Thema eine Veranstaltung ans Herz legen. Constanze Fries und Harald Schmidt veranstalten ab März 2017 ein Jahrestraining mit dem Titel „InVerbindung“ – Schlüssel für persönlichen und gesellschaftlichen Wandel“. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Entwicklung des eigenen Unternehmens stellte im Anschluss daran Herr Holger Fries vor. Hierzu gehören die neuen Mitarbeiter David Schmidt und Armin Ambrosi, die bereits als Praktikanten in der Firmengruppe tätig waren und gut in den jeweiligen Arbeitsbereich, aber auch die Kultur des Unternehmens passen.

Des Weiteren gibt es ein neues Aufgabengebiet, dem sich die Unternehmensberatung in der nächsten Zeit verstärkt widmen wird: Die Digitalisierung bzw. den Bereich Business Intelligence. Führend in diesem Bereich ist der langjährige Berater Mario Rüdel.

»Die Digitialisierung wird wahrscheinlich in einem für die Menschheit nie dagewesenem Ausmaß Macht und Einkommen neu verteilen. Der digitale Wandel verändert Markt, Mensch, Umwelt und Gesellschaft. Technologien wie Social Media und Cloud-Computing zwingen Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle grundlegend zu überdenken und sich anzupassen. Um dieses Veränderungstempo auf Dauer gehen zu können sind eine agile Unternehmenskultur und -struktur, ebenso wie die entsprechende Denkweise und die operativen Instrumente (BI-Tools) notwendig.«

Diese Entwicklung sei zuerst im eigenen Unternehmen zu gehen. Gemeinsam mit der Firma KOM4TEC GmbH wird hierzu ein Konzept entwickelt. Herr Marco Breier von der KOM4TEC informierte hierzu in einem kurzweiligen Vortrag. Es sei auffällig, so Herr Breier, dass im privaten Bereich mittlerweile mit einer großen Selbstverständlichkeit die digitalen Geräte sowie die dazugehörigen Applikationen stets auf dem neuesten Stand seien, währenddessen in Firmen immer noch sehr umständlich händisch Excel-Listen umformatiert würden, Dateien in mehrfacher Ausführung kursierten und E-Mail-Fächer im Chaos versinken. www.kom4tec.com

Prof. Dr. Webersinke – Konjunktur- und Kapitalmarktperspektiven

Mit seiner Gabe, ökonomisch-politische Sachverhalte wohltuend erfrischend wie auch kompetent darzulegen, gelang es Herrn Prof. Dr. Webersinke auch in diesem Jahr, sein Publikum auf die Aufgaben und Herausforderungen des Jahres 2017 einzustimmen.

Obwohl Donald Trump nachweislich im 6.582 km entfernten Washington D.C. weilte, um als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt zu werden, war er doch allseits gegenwärtig und zog sich am roten Faden des Herrn Prof. Dr. Webersinke durch die Aschaffenburger Stadthalle.

Konjunktur 2017
Von entscheidender Bedeutung für die globalen Konjunkturaussichten ist die Wirtschaftsstrategie des Weißen Hauses. Zwar zeichnen die Frühindikatoren, allen voran die Einkaufsmanagerindizes ein durchaus optimistisches Bild. Bestätigen sich jedoch die Abschottungspläne des US-Präsidenten sieht Prof. Dr. Webersinke darin eine Gefahr für das globale Wirtschaftswachstum. In diesem Zusammenhang betont unser Referent die Bedeutung des Gedankens einer globalen Arbeitsteilung für die Weltwirtschaft und damit für den Wohlstand der gesamten Weltbevölkerung. (Anmerkung: Wenige Tage später kündigte Trump das transpazifische Abkommen TPP auf.)

Für Deutschland gibt Prof. Dr. Webersinke dennoch einen hoffnungsvollen Konjunkturausblick auf 2017 und visiert ein Wachstum von +1,5 %. Deutlich besorgniserregender ist dagegen der kritische Zustand der Olivenstaaten Italien und Frankreich. Während Italien insbesondere unter seinem insolventen Bankensystem leidet, befindet sich Frankreich in einer erheblichen Strukturkrise, in einem Prozess der Deindustralisierung. Eine Reformbereitschaft ist nicht erkennbar. Mit sorgenvollen Augen blickt Prof. Dr. Webersinke auf die französischen Präsidentschaftswahlen im kommenden Mai und deren rechtspopulistische Kandidatin Marine Le Pen. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass dem „Vorbild“ Großbritannien in diesem Jahr weitere europäische Länder und deren Wähler nacheifern.

Zurück zu den USA: Hier hat sich das Stimmungsbild unter dem Eindruck der Trump-Wahl deutlich verbessert. An den Immobilienmärkten wird wieder investiert, im Einzelhandel verstärkt konsumiert und auch das Fracking gibt sein Comeback – dies führt Prof. Dr. Webersinke auf die Erholung des Ölpreises zurück, welche die Bohrung nach Schiefergas wieder rentabel macht. Ab einem Ölpreis von 40 – 50 USD pro Fass der Sorte Brent lohnen sich die arbeitsintensiven Bohrungen. Ein Fragezeichen setzt Prof. Dr. Webersinke noch hinter das im Wahlkampf angekündigte Mega-Infrastrukturprogramm, welches thematisch zuletzt jedoch zu Gunsten des Protektionismus ins Hintertreffen geriet.

Insgesamt blickt Prof. Dr. Webersinke gespannt auf das Superwahljahr 2017, welches bedeutsame Indikationen für die Zukunftsfähigkeit des europäischen Gedankens geben dürfte. In dieser unsicheren Gemengelage sieht der Professor keine nennenswerte Kerninflation in Deutschland, jedoch immerhin ein Weltwirtschaftswachstum von 3,4 % ggü. 3,1 % in 2015 und 2016.

Kapitalmarkt 2017
Im zweiten Teil seines Vortrags gab Prof. Dr. Webersinke einen Ausblick auf die Kapitalmärkte 2017. Über allem schwebt das Damoklesschwert der „Stillen Enteignung“, die sich seit 2010 immer weiter zuspitzt. Dieses Phänomen beschreibt das Zusammenspiel aus extrem niedrigen Zinsen um den Nullpunkt sowie positiven Inflationsraten, deren Delta zu einer realen Negativverzinsung führt und damit insbesondere die sparaffinen Bürger der Bundesrepublik trifft. Wenngleich sich die Inflationsraten noch immer auf niedrigem Niveau befinden, wächst die Negativverzinsung weiter an, sodass die Kritik an der Geldpolitik der EZB nicht verstummt.

Prof. Dr. Webersinke möchte jedoch nicht in das so häufig gesungene Klagelied der stillen Enteignung einstimmen, sondern appelliert an seine Zuhörer, den Blick auf alternative Assetklassen zu weiten. Er verweist auf die nachhaltig positive Kursentwicklung des DAX und wischt mit dem Fingerzeig auf die erwartete Gewinnentwicklung der Unternehmen laufende Diskussionen über eine potentielle Aktienblase beiseite. Insbesondere die Branchenwerte Öl & Gas, Grundstoffe, Bau und Industrie haben sich in 2016 hervorragend entwickelt, wohingegen die Telekommunikationsbranche, Reisen & Freizeit und Gesundheit (stichtagsbedingt) mit Problemen zu kämpfen hatten.

Neben den Aktionären sind es vor allen Dingen die Immobilienbesitzer, die seit 2010 von einem nennenswerten Vermögenszuwachs profitieren. Diese stellen jedoch einen vergleichsweise geringen Anteil an der Bundesbevölkerung. Mit 44 % bildet Deutschland das europäische Schlusslicht hinsichtlich der Quote von Bundesbürgern, die in den eigenen vier Wänden wohnen. Investments in diese Märkte sind, gerade in Zeiten niedriger Zinsen, die einzigen Optionen, Vermögenszuwachs zu generieren. Im Umfeld der weiterhin extrem expansiven Geldpolitik der EZB sowie kaum wahrnehmbarer nachhaltiger Zinsanstiegserwartungen in Deutschland entlässt Prof. Dr. Webersinke seine Zuhörer mit dem Appell an das Abendbüffet, sich nicht dem Lamento der Nullverzinsung hinzugeben, sondern die Chancen der Aktien- und Immobilienmärkte wahrzunehmen.

Die Präsentation kann hier heruntergeladen werden.

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