IM GESPRÄCH MIT UNSEREN KUNDEN #07 | AUTO BÖHM GMBH & CO. KG

Beratung 14. Juni 2016

WALTER FRIES | Autohaus Böhm

 

„Wir sind eines der modernsten Autohäuser im weiten Umkreis! Unser Schauraum ist nicht nur ein Ort, an dem wir Autos präsentieren, sondern auch unser „Lebensraum“.“ Mit diesen Sätzen begrüßt der Familienbetrieb, das Autohaus Böhm, aus Erbach Ihre Besucher auf Ihrer Website. Und auch unsere Kolleginnen Eva Kleinschmitt und Constanze Fries fühlten sich sichtlich wohl, als Sie den Autohändlerbeitrieb mit den Marken Ford und Land Rover besuchten. Die beiden interviewten den WALTER FRIES Kunden und Geschäftsführer Stefan Schmied vor Ort und lernten einen Unternehmer kennen, der seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat.

Herr Schmied, Sie haben 1996 die Geschäftsleitung übernommen – was war Ihre Vision?

»Die grundsätzliche Idee war, einen „Ford Heaven“ zu bauen. Wir haben uns bereits damals schon mit „dem schönen Automobil“ befasst. D.h. wir haben Autos von der Stange genommen und individualisiert. Wir lagen damit im Trend.

In einem ovalen Ausstellungsraum wollten wir die Autos präsentieren. Leider ist nach dem ersten Bauabschnitt das Vorhaben geplatzt und zudem hat Ford seine Strategie so geändert, dass wir an unserem Standort nicht weiter hätten existieren können.
Diese Phase war ein herber Rückschlag für mich. Doch dann hat glücklicherweise im Jahr 2000 Ford Land Rover gekauft und das war die Initialzündung, mich mit Land Rover zu befassen und etwas Neues zu schaffen. Wir haben erst einmal mit Ideen „gespielt“ und dadurch wieder den Spaß am Automobil gewonnen. Ich habe schnell erkannt, dass ich mich spezialisieren kann und habe immer mehr Kompetenz im Allradantrieb aufgebaut.

2005 haben wir als dualer Händlerbetrieb für die Marken Ford und Land Rover weiter ausgebaut. Wir präsentieren nun die Autos in unserem gläsernen Schauraum mit Kinderecke und Kundencafé. Wir individualisieren auch immer noch Autos –  hier speziell für Fahrzeuge im Offroad-Bereich.«

Wer sind Ihre Kunden und was bieten Sie diesen?

»Wir sind ein Dienstleister für die Mobilität zwischen Höchst im Odenwald und Beerfelden. Der Einzugsbereich für die Marke Land Rover ist etwas größer, weil dies eine spezielle Nische bedient, u.a. Jäger und Förster. Die Kunden können bei uns natürlich ihr Auto kaufen. Darüber hinaus bieten wir die Finanzierung, die Versicherung, die Wartung, die Reinigung (auch Spezialreinigungen) und Reparaturen bei Karosserie- und Lackschäden an. Für mich ist das die „Wertschätzungskette“ um den Kunden herum.

Als kleiner Händlerbetrieb haben wir uns auf den Vor-Ort-Service fokussiert. Zwar sind wir auf den diversen Autoplattformen mit unseren Angeboten vertreten und auf unserer Internetseite können ebenso online Termine zur Probefahrt oder für die Werkstatt vereinbart werden, jedoch schätzen wir und vor allem unsere Kunden den persönlichen Kontakt.

Wir haben eine Halle, in der wir die Reifen von über 1.000 Kunden lagern können. Natürlich säubern und prüfen wir die Reifen vor der Lagerung und achten auf die entsprechende Raumtemperatur, damit der Gummi keinen Schaden nimmt.

Wir organisieren auch Events, u.a. Land Rover live – eine exklusive Vortragsreihe für passionierte Jäger.

Auto Böhm steht ebenso für hohes Know how in der Fahrzeugpflege. Unser früheres „1. Odenwälder Fahrzeug Wellness Center“ ist umbenannt in den heutigen „Boxenstopp“. Hier werden Fahrzeugaufwertung & Pflege vom Feinsten für alle Fahrzeuge, nicht nur Ford und Land Rover, angeboten. Es ist eine neutrale Plattform und so lernen die Menschen uns kennen.«

Gibt es Auszeichnungen?

»Ja, wir sind sehr stolz auf unsere „Wall of Fame“ im Schauraum. Unser Service wurde mehrmals ausgezeichnet, z.B. von Auto Bild (wir zählen zu den 1.000 besten Autohändler Deutschlands), mit der Land Rover MASTER CHALLENGE und dem CHAIRMAN AWARD (16. Mal!).

Allerdings sind die Auszeichnungen für den Service bei Ford seit geraumer Zeit mit der Verkaufszahl gekoppelt, was für einen relativ kleinen Händler wie mich von Nachteil ist.«

Wie viele Arbeitsplätze haben Sie mittlerweile geschaffen?

»Wir sind mit etwa 30 Mitarbeitern gestartet und mittlerweile liegen wir mit den Aushilfen bei etwas über 50 Personen.«

Spiele ökologische und nachhaltige Aspekte bei Ihnen eine Rolle?

»Ja, natürlich. Wir haben ziemlich zügig LEDs in den meisten Lichtquellen einbauen lassen.

Auf dem Dach haben wir eine Solaranlage mit der wir Strom produzieren – quasi als kleines Gegengewicht dafür, dass wir mit unseren Produkten ja leider die Umwelt belasten. Und natürlich erfüllen wir sämtliche Umweltauflagen im Umgang mit den Schadstoffen im Haus.«

Was treibt Sie als Unternehmer an?

»Ich bin ein ungeheurer Motorrad- und Automobilfan. Allein in dieser Sache liegt ein unheimlicher Antrieb. Ich könnte nie so viel arbeiten, wenn ich diese Leidenschaft nicht hätte. Wenn ich ein schönes Auto im Lager habe, dann setze ich mich auch schon einmal nach Feierabend mit meinem Sohn und einem Glas Wein davor und schaue es einfach nur an. Darüber hinaus gehe ich gerne mit Menschen um und bin auch gerne Unternehmer.«

Was würden Sie anderen Unternehmern mitgeben wollen?

»Der Markt ist ständig im Veränderungsprozess. Wenn Sie Unternehmer sind, müssen Sie schauen, wo sich neue Welten auftun und wie sich diese mit Ihrem Kerngeschäft überschneiden könnten.«

Seit wann arbeiten Sie mit WALTER FRIES zusammen und wie ist der Kontakt entstanden?

»Wir arbeiten jetzt seit 2013 zusammen. Der Kontakt ist entstanden durch einen Händlerkollegen, der bereits von WALTER FRIES beraten wird.

Wir hatten zu der Zeit ein großes Finanzproblem und mussten die Banken überzeugen mit uns einen gewissen Weg zu gehen. Das musste begleitet werden mit Zahlenmaterial, Controllings usw. und das konnte ich einfach nicht leisten. Die Bank hatte auch jemanden gesucht dem sie vertraut, dass auch die Zahlen korrekt sind.

Bankgespräche sind für mich unheimlich emotional und Herr Barthold von der Unternehmensberatung hilft mir dabei, dass die Gespräche auf einem konstruktiven Niveau laufen. Wissen Sie, wenn Sie jahrelang zuverlässiger Partner einer Bank sind und dies auf Bankenseite nicht in das Vertrauensverhältnis mit einfließt, sondern immer noch weitere Auflagen kommen, dann können Sie als Unternehmer schon einmal verzweifeln. Da ist es gut, wenn Sie damit nicht alleine dastehen.«

Was hat sich durch die Zusammenarbeit mit WALTER FRIES im Unternehmen verändert?

»Ein ganz großer Punkt ist die Kommunikation mit den Banken, die wir auf ein ruhigeres Fahrwasser und eine größere Distanz bringen. Wir haben wesentlich längere Zeitabschnitte im Kontakt. Das Material, das wir jetzt liefern ist genau das, was die Bank aus Ihrer Sicht braucht. Es ist bankengerecht.

Aufgrund dieser Situation haben wir eine Liquiditätsverbesserung im Unternehmen. Und wir haben zusammen auch ein paar gute Entscheidungen getroffen.«

Welche drei Begriffe fallen Ihnen spontan zu WALTER FRIES ein?

»Zuverlässigkeit, Ideen, Kontinuität«

 

Vielen Dank Herr Schmied!

 

 


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