PRESSEBERICHT | WALTER FRIES NEUJAHRSEMPFANG 2016 „IN VERBINDUNG“

Veranstaltungen 20. Januar 2016

WALTER FRIES Neujahrsempfang 2016

Seit über 30 Jahren lädt die WALTER FRIES Firmengruppe zum traditionellen Neujahrsempfang in der Stadthalle Aschaffenburg ein. Mehr als 300 Gäste aus der regionalen und überregionalen Wirtschaft folgten der Einladung am 15. Januar 2016. Die Politik war durch Oberbürgermeister Herzog und Bürgermeisterin Euler vertreten.

Die WALTER FRIES Firmengruppe widmet sich jedes Jahr einem anderen Wertethema. Ungewöhnlich für eine Unternehmensberatung, bei denen normalerweise Daten – Zahlen – Fakten zählen. Doch gerade das macht das Team rund um Walter und Holger Fries aus.

Im Jahr 2016 steht das Thema „in Verbindung“ im Mittelpunkt. Herr Fries erläutert in seiner Begrüßungsrede, dessen Bedeutung für die Firmengruppe:

»Das Jahr 2016 steht bei uns unter dem Motto „In Verbindung“. Was wollen wir mit diesem Jahresthema adressieren? In unserer Einladung haben wir zwei Aspekte angedeutet.

Die Verbindung nach innen zu sich selbst, wie die Verbindung nach außen.

Die Verbindung nach innen ist die Grundlage. Nur wenn ich mit mir selbst gut umgehe, kann ich auch mit der Umwelt und den Mitmenschen gut umgehen.

Da zählt für mich die Natürlichkeit, die Kraft aus der eigenen Intuition schöpfen und sich nicht von Äußerlichkeiten ablenken lassen. Das erreicht man nicht durch Hektik sondern durch Ruhe und Stille. Nur dann habe ich überhaupt die Chance meine innere Stimme zu höre,n erkenne ich das Wahre und Gute. Wenn man laufend Reizüberflutungen ausgesetzt ist, geht das nicht.

Die Verbindung nach außen äußert sich in der Überzeugung, dass alle Menschen miteinander verbunden sind. Davon leitet sich ab, dass wir uns selbst schade  wenn wir einem anderen Schaden zufügen. In seiner Konsequenz für uns noch schwer zu leben. Die Entwicklungsschritte der letzten Jahrzehnte sind jedoch bemerkenswert. Zu einem Sinneswandel trägt die Erkenntnis bei, dass alles ans Licht kommt. Denken Sie an Steuerbetrug, Abgasskandal, Zinsmanipulation. Fußballmanipulation usw…

…In jedem Menschen steckt mehr als wir uns vorstellen können. Wir sind auch noch lange nicht so weit, dass wir sagen können wie der Mensch und die Welt tatsächlich funktionieren. Aber man ist offener. Das Thema „Liebe“ hat auch in das Management großer Firmen Einzug gehalten. Der Hirnforscher Gerald Hüther sieht im gegenseitigen ermutigen und verbinden ein Raketentreibstoff für Unternehmen, der viel stärker wirkt als die herkömmlichen Strategien autoritärer Vorgesetzter.

Doch wie kann das in Unternehmen gelebt werden, wo es doch „nur“ um Geld geht? Eine der großen Erfahrungen im eigenen Unternehmen aber auch bei unseren Kunden ist die Erkenntnis, dass es nur gemeinsam „in Verbindung“ geht….«

Prof. Dr. Webersinke – Konjunktur- und Kapitalmarktperspektiven

Prof. Dr. Webersinke feierte an diesem Nachmittag ein kleines Jubiläum. Seit über 15 Jahren ist er fester Bestandteil des Neujahrsempfangs. In seinen Vorträgen betrachtet er kurzweilig und unterhaltsam das vergangene und das zukünftige Wirtschaftsjahr.

Trotz der weltweit anhaltenden Krisen, erwartet der IWF für 2015 ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 % (2014: +3,4 %), für 2016 wird eine Steigerung auf +3,4 % erhofft. Nach +0,9 % Wirtschaftswachstum im Euroland in 2014, wird mit 1,5 % in 2015 gerechnet. Für 2016 liegt die Hoffnung bei +1,7 %. Für die Weltwirtschaft war jahrelang die junge Welt der antreibende Motor. Die Schwächephase der Schwellenländer insbesondere in China hält nach wie vor an. In Europa erfolgt trotz politischer Krisen die Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Wobei eine deutliche sowohl ökonomische als auch politische Divergenz in den einzelnen Staaten herrscht.

Der Zusammenbruch des Ölpreises schritt auch in 2015 weiter vor. Grund ist die massive Angebotsausweitung (trotz einer sinkenden Nachfrage) der erdölfördernden Länder. Fracking-Anbieter geraten hierdurch immer weiter unter Druck. Für die Industrienationen ist dies wie ein gewaltiges Konjunkturprogramm anzusehen. Allgemein liegt eine rückläufige Rohstoffpreisentwicklung vor.

Gold war 2015 wieder eine Enttäuschung. Gold ist keine Krisenversicherung.

Eine Inflation im Euroland ist weiterhin nicht in Sicht.

Die stille Enteignung setzt sich seit 2010 fort. „Negative Zinsen“ (Guthabengebühr) auf Spareinlagen werden weiter zunehmen. Substanzwerte wie Aktien und Immobilien bieten eine bessere Rendite als Rentenpapiere oder Festgeld. Viele Investoren nehmen einen negativen Zins bei Bundesanleihen in Kauf und setzen auf Kursgewinne.

Die spürbare Aufwertung des US-Dollars, welcher durch die US-Zinserwartungen profitiert, hilft dem Exportsektor im Euroland, belastet aber den Importsektor. Ölwährungen wie die norwegische Krone stehen dagegen unter Druck. Für den chinesischen Yuan werden weitere Abwertungen erwartet.

An den Aktienmärkten herrscht zurzeit große Unsicherheit. Das Jahr 2016 begann sehr turbulent, nachdem der DAX seinen Vorjahresgewinn von +10 % in den ersten zwei Wochen wieder eingebüßt hat.

Branchengewinner waren 2015 Reisen und Freizeit, Finanzdienstleister, Privat- und Haushaltsgüter sowie Nahrungsmittel; Verlierer dagegen Grundstoffe, Öl und Gas, Versorger sowie Banken.

Überraschungsgast Bernd Schötterl

Getarnt als Freiherr von und zu Opportun-Achselschweiß betrat Bernd Schötterl (nur zur Richtigstellung: Im wahren Leben arbeitet er tatsächlich beim Finanzamt in Amorbach) die Bühne. Mit seiner kabarettistischen Darbietung als Politiker nahm er kein Blatt vor dem Mund und erzählte von seinem einzigartigen „Nicht-Wissen“ auf diesem Gebiet. Dies sorgte für freudiges Gelächter im Publikum.

Nach den Vorträgen luden Familie Fries und ihr Team die Gäste zu einem Umtrunk und Buffet ein. Denn das neue Jahr will gebührend begrüßt werden.

Neuigkeit: Neue Veranstaltungsreihe „In Verbindung“ von Constanze Fries. Lesen Sie mehr im Beiheft WALTER FRIES Neujahrsempfang 2016.

 

 


zum Blog Vorheriger Artikel
IM GESPRÄCH MIT UNSEREN KUNDEN #06 | TEAMLOG GMBH SPEDITION UND LOGISTIK, ASCHAFFFENBURG
Nächster Artikel
ZINSMEINUNG VON MARIO RÜDEL 2016 | „ZINS- UND GELDPOLITIK DER NOTENBANKEN - DAS OPIUM DER KAPITALMÄRKTE“

Kommentare sind geschlossen.