LESEREISE „BEWUSSTSEIN“ #1 | LASSEN SIE SICH INSPIRIEREN!

Beratung 3. April 2014

Bewusstsein_Header_web

 

„BEWUSST SEIN“ – Was steckt dahinter?

Vielleicht haben Sie es noch von unserer Einladung zum Neujahrsempfang in Erinnerung: Wir haben uns entschlossen dieses Jahr dem Thema „Bewusst Sein“ zu widmen und wollen uns selbst und auch unsere Kunden und Netzwerkpartner immer wieder im Laufe des Jahres in Kontakt bringen mit diesem Thema.

Schnell haben wir gemerkt, dass „Bewusstsein“ ein ganz schwer zu fassender Begriff ist
Sie finden unzählig viele verschiedene Erklärungen dazu, wenn Sie diesen Begriff im Internet recherchieren.

Sehr schön ist der Vergleich mit dem Auto fahren: Wenn Sie zum ersten Mal am Steuer sitzen, dann ist alles ein Erlebnis. Vom ersten Fahren im normalen Straßenverkehr bis zum ersten rückwärts Einparken, die erste Ampel, der erste Zebrastreifen, das erste „am Berg anfahren“.

Nach ein paar Monaten „ist man drin“. Die Abläufe gehen automatisch, man kennt die Straßen, die man jeden Tag fährt, kennt die Tücken des Autos, den ungefähren Bremsweg bei Regen und weiß wie viel Gas es braucht um am Berg anzufahren.

Viele Handlungsabläufe sind so eingeschliffen, dass sie weitgehend unbewusst geschehen. Nicht selten sind wir irgendwo angekommen und wundern uns darüber, überhaupt nichts von der Strecke mitbekommen zu haben, weil wir mit den Gedanken schon ganz woanders waren.

Ich nenne das den Autopiloten anhaben. Und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, haben wir ziemlich oft den Autopiloten an. Ganze Strecken des Tages fließen dahin, ohne dass wir etwas davon wirklich mitbekommen. Und in der Summe finden oftmals große Teile des Lebens im Autopiloten statt. Und wie beim Autofahren wundern wir uns dann am Ende plötzlich, wie wir so schnell dort hingekommen sind.

Ganze Beziehungen führen wir in diesem Zustand. Wir meinen in einem Gespräch die Person uns gegenüber zu kennen und zu wissen was in ihr vorgeht. Wir hören auf neugierig zu sein und nachzufragen. So sorgen wir auf passive Art und Weise dafür, dass alte Strukturen und Muster immer wieder gelebt werden und jeder in seinem eigenen Kosmos von Vorannahmen und Urteilen gefangen bleibt.

» Wir sehen nicht richtig hin, hören nicht richtig zu, fühlen nicht das volle Spektrum.
In beinahe allen Bereichen unseres Lebens nehmen wir nur einen Bruchteil der möglichen
Eindrücke wahr. Wie viel an Information uns dabei verloren geht ist immens ebenso an
Lebensqualität.

„Bewusst Sein“, das heißt für mich in erster Linie, so viel wie möglich wahrzunehmen von dem was ist: Einzudringen in die Vielschichtigkeit der Dinge, herausfinden, forschen, transparent machen – ohne zu bewerten und zu urteilen.

Das hört sich sehr zeitaufwendig an und in der Tat könnte man in der Zeit auch andere Dinge machen. Sich für ein bewussteres Leben zu entscheiden, das bedeutet sicher ein Stück weit: Die Quantität gegen Qualität einzutauschen, von der Horizontalen in die Vertikale zu kommen, in die Tiefe zu gehen, nicht mehr auf der Oberfläche zu bleiben.

Das lässt sich nicht mit Zeitmaßstäben bewerten, da gelten andere Parameter.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was das mit Ihrem Unternehmen zu tun hat und wozu sich Unternehmen und Führungspersonen mit „Bewusstsein“ befassen sollten?

Wenn Sie in einer ganzheitlichen Perspektive auf Organisationen (siehe Grafik) blicken, dann sehen Sie, dass sie sich grob in eine individuelle und kollektive Perspektive, sowie in Innen und Außen aufteilen lässt.

Quadranten
VIER-QUADRANTEN-MODELL NACH KEN WILBER

Außen befinden sich Themen, wie Wissen, Kompetenz, Verhalten, Prozesse, Organisationsstruktur etc..
Innen befinden sich Themen wie persönliche Entwicklung, Umgang mit Emotionen, Ängste, Motivation, Unternehmenskultur, Wir-Gefühl etc..

Wenn Sie Ihr Unternehmen ansehen, und feststellen, dass die meiste Energie in den „Außen-Bereich“  investiert wird, dann sind Sie nicht alleine.
Und wenn Sie sich dann noch wundern, warum trotz einer hohen fachlichen Qualifikation Ihrer Mitarbeiter, gewisse Themen unbeherrschbar sind, Neuerungen und Ideen einfach nicht durchgesetzt werden oder die Motivation gering ist, dann könnte es daran liegen, dass die linke Seite nicht adäquat mitberücksichtigt wurde. Und es wäre nicht das erste Mal, wenn ungeklärter Ärger aus vergangenen Tagen oder eine unspezifische Angst vor Veränderung ganze Abteilungen lähmt und dafür sorgt, dass unglaublich viel Potential ungenutzt bleibt.

Da braucht es ein Hinsehen und Hinspüren, um solche häufig unbewussten Prozesse nach oben ins Bewusstsein zu holen. Denn nur was bewusst ist, kann sich lösen und eine Richtung bekommen, die für alle Beteiligten und für das Unternehmen von Nutzen ist.

Denn alles im Leben strebt nach Entwicklung. Und dort wo Entwicklung nicht stattfinden kann, beginnen sich Krankheiten und destruktive Muster zu bilden.

Mit welchen Themen werden Sie / wird Ihr Unternehmen immer wieder konfrontiert?
An welchen Stellen hakt es? Wie ist Ihr Umgang damit? Welche Lösungsansätze wurden bisher probiert?
Welche Bereiche im „Innen“ könnten in dieses Thema mit hinein spielen?

FAZIT
Wir alle verbringen die meiste Zeit des Tages unbewusst. Eine Kultur von „Bewusstsein“ ist für Unternehmen essentiell, um Mechanismen, die verantwortlich für immer wiederkehrende Probleme sind, zu erkennen und bewusst zu machen.
Der regelmäßig stattfindende Blick auf sich selbst und eine offene, konstruktive Gesprächs- und Fehlerkultur sind die Mittel der Wahl.

 

Constanze_Fries_6x6

CONSTANZE FRIES
Dipl. Kommunikationsdesignerin (FH)
Coach

 

Wie Sie für sich persönlich „Bewusstsein“ kultivieren, erfahren Sie im nächsten Artikel unserer Lesereise. Wir freuen uns sehr auf Ihr Feedback!

Gerne können Sie den Artikel als PDF weitergeben.

 

 


zum Blog Vorheriger Artikel
UNSER MANDANT ECOS SYSTEMS GMBH IM Z! DAS ZUKUNFTSMAGAZIN 01|2014
Nächster Artikel
ERFOLGSMELDUNG | VERKAUF DER C/S RAUMCENTER GMBH AN DIE FINNISCHE UNTERNEHMENSGRUPPE CRAMO

Kommentare sind geschlossen.