NACHBERICHT | KOMMUNIKATIONSFORUM ZUM THEMA DIGITAL NATIVES

Veranstaltungen 21. November 2013

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Am 13.11.2013 fand das Kommunikationsforum zum Thema Digital Natives in der Stadthalle Aschaffenburg statt – eine Kooperationsveranstaltung mit der C+ITEC AG, ein Systemhaus für Kommunikations- und Informationstechnologie aus Hösbach.

Obwohl wir als Unternehmensberatung schwerpunktmäßig im Thema Finanzen aufgestellt sind, liegen uns die Themen Unternehmensführung und -kultur sehr am Herzen. Sehen wir doch tagtäglich den großen Einfluss dieser Themen auf Erfolg und Misserfolg von Unternehmungen. Den Blick in eine mögliche Arbeitsweise der Zukunft haben wir hierbei schon öfter gewagt, die nachkommende Generation gibt hierbei den Takt vor und aus diesem Grunde erschien uns eine Veranstaltung über die „Digital Natives“ überaus sinnvoll.

„Digital Natives“ werden Personen genannt, die mit digitalen Technologien wie Computern, dem Internet, Mobiltelefonen und MP3-Playern aufgewachsen sind und für die deren Nutzung so selbstverständlich ist wie für uns das Auto. Durch die Möglichkeiten der neuen Technologien entsteht nicht nur eine andere Art der Kommunikation, sondern auch ein anderes Denken, worüber wir an diesem Tag noch mehr erfahren durften.

Im ersten Vortrag zeigte Daniel Schleusener (C+ITEC AG) die Entwicklung des Kommunikationsverhaltens in der Gesellschaft auf. Einst waren es die Unternehmen, die die Kommunikationsform bestimmten. Telefon, Faxe und E-Mails waren früher die Mitteilungsmedien. Danach kamen SMS, Video-Telefonie, Whats app hinzu. Auch Facebook, Twitter und Xing gehören heute zum guten Ton eines Unternehmens. Die Kommunikation – so Daniel Schleusener – verläuft hierbei nicht nur vom Unternehmen zu den Kunden sondern auch umgekehrt und es wird von den Unternehmen erwartet, dass sie sich dem Dialog stellen.

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Grün, der regelmäßig Lehrveranstaltungen in Philosophie für Studenten, aber auch für Manager abhält, erklärte die Bedürfnisse der neuen Generation in der Arbeitswelt: Da die Menschen nach sozialer Zugehörigkeit streben – egal ob diese durch Taten oder Besitztümer bestimmt wird – möchten Sie ihren eigenen Beitrag zum Produkt oder zur Dienstleistung leisten. Sie möchten sich in ihrer Arbeit verwirklichen.

Die Grenze zwischen Arbeit und Privat verwischt hierbei zunehmend.

Constanze Fries und Harald Schmidt schlossen die Vortragsreihe mit einem recht interaktiven Part ab. Die „Digital Natives“ – so Ihre Meinung, seien nicht nur ein Produkt der technologischen Möglichkeiten sondern vielmehr ein Produkt eines sich verändernden Bewusstseins. Zur Verortung zogen sie „Spiral Dynamics“ heran, ein Modell von Don Beck und Christopher Cowen, welches verschiedene Ebenen von Entwicklung innerhalb der menschlichen Evolution aufzeigt, und ließen die Teilnehmer einzelne Ebenen direkt erfahren. Der Wunsch, sich mit Anderen Menschen weltweit zu verbinden und etwas zu bewegen sei ein typisches Merkmal der Ebene auf die wir uns gerade zu bewegen. Die zunehmende Komplexität von Projekten und Strukturen verlange von der Führungskraft der Zukunft ein sich Öffnen zur „Nicht-Planbarkeit“, so Harald Schmidt und Constanze Fries.

Während der Veranstaltung wurde passend zum Thema ein Live-Voting nach jedem Vortrag durchgeführt. An den Ergebnissen konnte man klar erkennen, dass sich die Einstellung bzw. die Relevanz für die Unternehmen, sich mit dem Thema Digital Natives und die daraus folgende Kommunikationsform zu beschäftigen, im Laufe des Vormittags zugenommen hat

Die neue bzw. digitale Kommunikation hat selbstverständlich Vor- und Nachteile und jedes Unternehmen sollte strategisch entscheiden, wie die neuen Medien in welchem Umfang und in welcher Form eingesetzt werden.

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