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Szenarioplanung in der Corona-Krise

7. April 2020
Szenarioplanung in der Corona-Krise

 

 

 

Die Corona-Pandemie hat neben den massiven Auswirkungen auf die Bevölkerung auch starke Umsatz- und Ergebniseinbrüche für Unternehmen zur Folge, wodurch sich insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) einer existenziellen Liquiditätskrise gegenübersehen.

Bereits in „Nicht-Krisenzeiten“ verfügen viele KMU nur über ein unzureichendes Berichts- und Planungswesen, da viele Unternehmen keine professionelle und vollständig integrierte Finanzplanung erstellen. Eine Planungsrechnung besteht häufig, wenn überhaupt, nur im Kopf des Unternehmers. Vor dem aktuellen Hintergrund sollten diese Unternehmen ihre derzeitige Finanzplanung auf den Prüfstand stellen. Eine abwartende Haltung ist derzeit kein Ausweg.

Szenarioplanung für valide Prognosen und Maßnahmen

Eine Planung im Krisenmodus, wie in der jetzigen Corona-Krise, stellt viele KMU vor eine hohe Herausforderung, da die üblichen Plan-Annahmen und Marktmechanismen ausgehebelt scheinen und alle Plan-Prognosen mit einer erhöhten Unsicherheit einhergehen. Vor allem potenzielle Abwärtsrisiken sollten hierbei in den Fokus rücken.

Auch wenn die Erstellung einer validen Finanzplanung derzeit als zu schwierig und zu aufwändig abgetan wird, sollte im Rahmen einer Szenarioplanung eine Bandbreite für die zukünftige Entwicklung geplant werden. Die Szenarioplanung dient Unternehmen vor allem dazu, die hohen Unsicherheiten im Planungsprozess sowie die operativen/ strategischen Maßnahmen auch in dynamischen Zeiten zu gestalten. In diesem Zusammenhang kann somit, ausgehend von einem Basis-Szenario, die Modellierung von weiteren Szenarien erfolgen, um unterschiedliche Entwicklungen zu simulieren.

Stresstest der GuV und Liquidität

Die Szenarioplanung sollte hierbei auch extreme Abwärtsszenarien berücksichtigen, um eine Entscheidungsbasis für den Fall der Fälle zu schaffen. Getreu dem Motto: hope for the best, but plan for the worst. In den Szenarien können hierbei entsprechende Stresstests für die Gewinn- und Verlustrechnung und die Liquidität mit unterschiedlichen Planannahmen durchgespielt werden, so u.a. in Bezug auf Umsatzausfälle, Änderungen im Kundenverhalten und innerhalb der Lieferkette, Kurzarbeit, Stundungen, Kostenreduktionen, Darlehen, staatliche Zuschüsse und vieles mehr.

Insbesondere in Bezug auf die Corona-Krise stellen sich bei der Szenarioplanung zwei zentrale Fragen: 1. Wie (schlimm) wird es tatsächlich werden? und 2. Wie lange wird ein Lockdown dauern und welche Konsequenzen ergeben sich hieraus kurz-, mittel- und langfristig?

Die zeitliche Komponente fließt ebenfalls in die Planungserstellung mit ein. Auf Basis der Finanz– und Maßnahmenplanung sollte kurzfristig die Liquiditätsentwicklung für die nächsten 30 / 60 / 90 Tage konkretisiert werden. Zudem ist ein mittelfristiger Forecast für das laufende Jahr sowie das Folgejahr empfehlenswert. So ist ungeachtet der akuten Einbrüche, auch eine mögliche Wiederbelebung kein schneller Aufschwung, sondern kann sich aufgrund der allgemeinen Zurückhaltung der Kunden über mehrere Monate und Quartale in geringeren Umsätzen widerspiegeln.

Aus den Szenarien können schließlich Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, so dass zunächst eine interne Entscheidungsbasis geschaffen wird und im Bedarfsfall auch ein Konzept für die wichtigsten Kapitalgeber bereitsteht. So bleibt das Unternehmen handlungsfähig und gewinnt wertvolle Zeit, um wichtige Maßnahmen anzustoßen. Die kurzfristige Liquidität kann somit schnell gesichert werden.

Auch ein Bankgespräch sollte trotz Zeitnot gut vorbereitet sein, damit Banken schnell helfen können – die Szenarioplanung ist hierfür ein wichtiger Baustein. Gerne stehen wir Ihnen für ein kostenfreies Erstgespräch zur Verfügung.

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Nutzen Sie die Förderprogramme für Ihr Unternehmen

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Unterstützung bei der Finanz– bzw. Szenarioplanung benötigen. Mit unserer integrierten Planungssoftware LucaNet sind wir in der Lage ihre Finanzdaten in kürzester Zeit in unser System zu übernehmen und eine Szenarioplanung aufzubauen, um die Entwicklung von GuV und Liquidität zu simulieren. Auf dieser Grundlage entscheiden wir gemeinsam, welcher Kapitalbedarf benötigt wird und unterstützen im Rahmen der Bankgespräche.

BAFA-Zuschuss für „Corona“-Betroffene

Wichtig: Die Beratung kann über staatliche Zuschüsse des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert werden. Die von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen erhalten einen nicht-rückzahlbaren Zuschuss für eine Beratungsleistung in Höhe von 100 %, der in Rechnung gestellten Beratungskosten bis maximal 4.000 Euro (Vollfinanzierung). Der Zuschuss wird hierbei direkt von der Bewilligungsbehörde übernommen, so dass eine Vorfinanzierung beim Unternehmen entfällt. Typische Inhalte sind hierbei:

  • Quick-Check
  • Finanz- und Liquiditätsplanung
  • Maßnahmen und Finanzierungsbedarf
  • Bankenkommunikation

Gerne unterstützen wir Sie bei der Beantragung des Zuschusses.

 

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