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WALTER FRIES Consulting

Konferenz Performance Management & Controlling 2.0 Controlling der Zukunft - Nachhaltigkeit | Agilität | Transformation

Mario Rüdel
13. Juli 2022 von Mario Rüdel
Konferenz Performance Management & Controlling 2.0 Controlling der Zukunft – Nachhaltigkeit | Agilität | Transformation
 

Die Konferenz “Performance Management & Controlling 2.0” der Frankfurt School of Finance & Management ist ein besonderes Highlight in der Controller-Szene. Unsere Performance Manager der WALTER FRIES Consulting, Mario Rüdel und Stefan Schaupp, machten sich daher auf den Weg nach Frankfurt, um sich von aktuellen Trends in der Branche inspirieren zu lassen und sich aktiv in den Dialog einzubringen.

 

Im Mittelpunkt der Konferenz standen die folgenden Themen:

  • Neue Standards in Controlling und Performance Management
  • Globale Unternehmensstrategien und die Rolle des CFOs
  • Status Quo: Beiträge des Finance-Bereichs zur Unternehmenssteuerung
  • Innovative Ansätze in der Budgetierung & im Reporting
  • Technologietrends im Controlling (u. a. Big Data, Cloud Computing, AI-Einsatz)
  • Digitalisierungschancen in der Finanzsteuerung
  • Controlling als aktiver Begleiter der Unternehmenstransformation
  • Transformation der Controlling Organisation, z. B. stärkere Agilität & digitale Möglichkeiten

 

Vorgestellt wurden diese Zukunftsthemen von Branchengrößen wie den CFOs großer deutscher Unternehmen wie der Mercedes-Benz Group, Bosch Service Solutions, Telefónica O2, Schüco sowie Wittenstein SE und Lauda als Vertreter aus dem Mittelstand als auch von hochdekorierten Professoren der Frankfurt School of Finance & Management.

 

Die VUCA-Welt

Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity – als Kürzel “VUCA” – beschreibt unsere sich stetig ändernde Geschäftswelt, die zunehmend schneller, unvorhersehbarer, unsicherer und komplexer wird und damit große Herausforderungen mit sich bringt.
Einflüsse in der Beschaffung von Rohstoffen und Waren, der anhaltende Fachkräftemangel sowie die sich ändernden Absatz- und Vertriebswege treffen auf Überlegungen hinsichtlich des richtigen Mix aus In- und Outsourcing der Wertschöpfungskette und dem richtigen Zeitpunkt und Umfang von Investitionen bei einem sich ändernden Zinsmarkt und explodierenden Energiekosten.
Hinzu kommen globalpolitische Einflüsse, die immer stärker wirken und in den Entscheidungen der Unternehmensführung Berücksichtigung finden müssen. Für Führungskräfte ist es heute mehr denn je eine riesige Herausforderung in der Flut der Daten die wesentlichen Kernerkenntnisse zu filtern, die zu guten Entscheidungen führen. In der Unternehmenssteuerung steigen damit die Anforderungen an das Management und damit auch an den CFO und das Controlling.

 

Quo vadis, CFO-Bereiche?

Mit dieser Frage leitete der CFO der Schüco International KG, Philipp Neuhaus, seinen Vortrag zum zukünftigen Rollenbild des Finanzbereichs ein. Nicht zuletzt durch das Krisenmanagement während der Corona-Pandemie hat sich das Controlling einen neuen Stellenwert geschaffen und wird noch stärker als “Business Partner” im Unternehmen wahrgenommen. Das Selbstverständnis des CFOs hat sich gewandelt. Vom reinen Umsetzer von Ideen, hin zu einer treibenden Kraft einer ganzheitlichen (Finanz-) Transformation. Philipp Neuhaus gewährte dabei Einblicke in die zu diesem Zeitpunkt noch unveröffentlichte CFO Studie 2022 “Finance im Spannungsfeld von Corona, Digitalisierung & Nachhaltigkeit” von Horváth & Partners, welche den CFO als strategische Speerspitze der Finanztransformation sieht.

 

Neue Zeiten fordern neues Denken

Im Fachbereich Performance Management und Controlling wandelt sich das Anforderungsprofil in revolutionärem Ausmaß. Der Controller als Businesspartner wird heute zum „Informationslogistiker“ und immer mehr von Routinetätigkeiten „befreit“. Der effiziente Transport, die entsprechende Aufbereitung und Interpretation von Informationen sowie die Ableitung strategischer Empfehlungen ist dabei der wesentliche Charakterzug von Performance Management.

Eine funktionierende Organisation mit effizientem Ressourceneinsatz und schnellen Entscheidungswegen ist in diesem Informationsprozess wichtiger denn je. Offensichtlich wurde dies nicht zuletzt durch die jüngsten Krisenereignisse, die auch auf die Wirtschaft ein Brennglas geworfen haben.

Selbst stabile Gesellschaften konnten sich aufgrund fehlender Informationen nicht schnell genug auf die neuen Herausforderungen einstellen und sind in Schieflage geraten oder haben deutlich Substanz eingebüßt. In einer sich ständig verändernden Welt gewinnen die Unternehmen an Bedeutung, denen es gelingt, herannahende Krisen, aber auch Chancen, rechtzeitig zu erkennen und durch kontinuierliche Optimierung, Agilität und Flexibilität die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben werden fortlaufend digitalisiert, um die entscheidungsrelevanten und wichtigen Fragen zu definieren, bessere Entscheidungen herbeizuführen und keine Kardinalfehler zu machen. Hierzu erschaffen erfolgreiche Unternehmen einen digitalen betriebswirtschaftlichen Zwilling, um die Zukunft vorauszudenken. Der Trend zu einem eher kurzfristigen Planungshorizont nimmt weiter zu und dürfte vor der Erwartung volatiler Märkte vorerst andauern.

 

Vom finanzwirtschaftlich geprägten Performance Management zum ESG Performance Management & Consulting

Rein finanzwirtschaftliche Daten und Kennzahlen reichen allerdings schon lange nicht mehr aus. Zwar geht es im Kern der Betriebswirtschaftslehre noch immer darum durch den effizienten Einsatz von Ressourcen Leistungen zu steigern und Kosten zu reduzieren. Aber der moderne Finanzbereich muss seinen Fokus über die traditionellen Finanzkennzahlen hinaus weiten und zunehmend auch auf nicht-monetäre Kennzahlen lenken.
Denn eine weitere Abkürzung ist derzeit in aller Munde und gilt als Synonym für all die Themen im Kontext des verantwortungsvollen und nachhaltigkeitsbasierten Umgangs der Unternehmen mit ihrer Umwelt. ESG – kurz für Environmental Social Governance fasst den Dreiklang aus ökologischer, sozialer und unternehmerischer Verantwortung zusammen und erfordert die Entwicklung, Implementierung und Kommunikation einer Nachhaltigkeitsstrategie.
Lauda, ein mittelständischer Hersteller von Temperiergeräten, hat dabei ein Modell entwickelt, welches für jede Investition die sozialen Einflüsse kalkuliert und somit in der Investitionsentscheidung maßgeblich Berücksichtigung finden soll. Anhand einer Balanced Scorecard werden soziale, ökologische und auch ökonomische Perspektiven integriert und in eine sich ergänzende Wachstums- und Nachhaltigkeitsstrategie zusammengeführt.

Digitalisierung als Treiber nachhaltigkeitsbasierter Unternehmensentwicklung

Doch wie ist das in der Praxis umsetzbar? Immerhin haben viele Unternehmen bereits Schwierigkeiten finanzielle und leistungsbezogene Daten zu erheben und in einen Informationsprozess zu überführen. Wie soll dies nun mit eher weichen, oftmals qualitativen Informationen wie Mitarbeiterwohlbefinden oder Biodiversität, gelingen? Oftmals kann eine Bewertung auch qualitativ erfolgen und messbar gemacht werden. Andere Daten wie Stromverbrauch und –erzeugung, Kraftstoffverbrauch, Flugkilometer oder CO2-Emissionen können mit Hilfe digitaler Instrumente erhoben, verarbeitet und überwacht werden.

Die Digitalisierung ermöglicht vollständig neue Auswertungs- und Kommunikationsmöglichkeiten, die in wenigen Jahren zum Standard in den Geschäftsberichten werden.

Das Erfolgsrezept ist die richtige Frage

Controller müssen Managemententscheidungen vorbereiten! Dazu ist neben der Analyse auch Data-Storytelling und verständliches Berichtswesen notwendig. Wichtig ist es hierbei, die Kernfragen zu entwickeln sowohl als auch eine möglichst klare Sicht auf die vorhandenen Daten zu haben. Eine zentrale Datenplattform mit einem integrierten und harmonisierten, relevanten Datenbestand eröffnet neue analytische Möglichkeiten. Es ergeben sich oft folgende Kernfragen:

  • Wo stehen wir? Erreichen wir den Plan?
  • Warum wächst die Unterdeckung?
  • Wie entwickeln wir uns im Vergleich zum Wettbewerb?
  • Welcher Artikel läuft gerade am besten?
  • Welche Effekte erwarten wir aus dem Ukraine Krieg / politischen Risiken / weiteren Zinsänderungen?

Dabei sind Daten der Treibstoff für analytische Szenarien, um die Zukunft vorauszuahnen (Prädiktive Planung).

Jeder Fachbereich hat einen direkten oder indirekten Einfluss auf andere Teilbereiche des Betriebs und auf den Unternehmenserfolg. Aus diesem Grund ist es alternativlos, im CFO-Bereich die Teilplanungen der einzelnen Bereiche detailorientiert aufeinander abzustimmen.

„New Work Aspekte“ vereinen integrierte prädiktive Planung und transparente IBCS (International Business Communication Standards) konforme Finanzkommunikation. Diese werden zunehmend um nachhaltigkeitsrelevante ESG-KPIs ergänzt und finden Ausdruck in einem ganzheitlichen Performance Management, welches Grundvoraussetzung für nachhaltigen Erfolg im Unternehmen bildet.

Dies bedeutet einen Paradigmenwechsel in der Unternehmenssteuerung: Von reaktivanalytisch zu proaktivprognostizierend. Steuerungszyklen und Optimierungen werden agil, real time und auf Datenanalysen basierend ausgeführt. Es erfolgt eine zunehmende Steuerung mit Wahrscheinlichkeiten, welche die Qualität der Informationsverarbeitung und Entscheidungsqualität bestimmt. Dabei wird eine deutlich erweiterte Datenbasis durch interne (FiBu, KoRe, ERP) und externe Daten (z.B. Wetterlage, Kaufkraft nach Region, Branchenwachstum) konsequent in die Entscheidungsfindung eingebunden.

WALTER FRIES – die Performance Manager –

Das WALTER FRIES Performance Management unterstützt seit 40 Jahren in jedem gewünschten Umfang bei der Konzeption und Einführung von wirkungsstarken Performance Management Systemen auf Basis von Lucanet & PowerBI.

Aus diesem Blickwinkel geht es bei der Performanceberatung um Lösungsansätze zur zukunfts-, ziel- und strategieorientierten Planung, Steuerung und Kontrolle der Unternehmensleistung. Dies spart Zeit, Geld, digitalisiert konsequent betriebswirtschaftliche Planungsprozesse und öffnet Freiräume für wichtige strategische Überlegungen.

Wir schulen Ihre verantwortlichen Führungskräfte in der Anwendung der Instrumente, sorgen für die Umsetzung und helfen bei der Interpretation der Datenlage.

Falls Sie weitere Informationen möchten, sprechen Sie uns gerne an.

Ihr WALTER FRIES Performance Management Team

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