PERSPEKTIVENWECHSEL | WAS WILL UNS DAS CORONAVIRUS SAGEN?

Allgemein 15. April 2020

Lesezeit: 3 Minuten

Seit einigen Wochen beschäftigt uns das Coronavirus. Spätestens ab dem 21.3.2020 sind die Rechte der Bürger stark eingeschränkt. In der Bevölkerung entsteht Angst und Unsicherheit, weil die Fallzahlen im In- und Ausland weiterhin steigen und laut Experten der Höhepunkt noch nicht erreicht ist. Zusätzlich ist für viele die wirtschaftliche Existenz bedroht. Dies führt dazu, dass das Handeln aus Angst heraus stattfindet.

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit den Zusammenhängen des Lebens und den wichtigsten Sehnsüchten der Menschen wie Gesundheit, wirtschaftlicher Erfolg und Liebe.

Meine Meinung zur jetzigen Situation

Die Welt konnte in dieser Geschwindigkeit nicht weitergedreht werden. Betrachtet man das Geschehen war zu erkennen, dass in vielen Bereichen das normale Verhalten überschritten wurde. Diese Überschreitungen forderten einen hohen Preis, entweder durch Krankheit, durch zu wenig oder zu viel Vermögen oder einen abnormalen Umgang mit der Liebe.

Gesundheit

Ein Leben in der Mitte sollte es sein. Wir haben verlernt auf unseren Körper zu hören. Ich bin der Meinung, dass der Körper uns mitteilt, was er braucht, vorausgesetzt wir beschäftigen uns mit ihm. Hingegen verlagern wir die Verantwortung für unserer Gesundheit gerne an unsere Ärzte, die oftmals symptombezogen handeln und den Körper nicht ganzheitlich betrachten. Die Zusammenhänge eines gesunden Lebens werden häufig nicht mehr kommuniziert und wahrscheinlich auch nicht mehr gelehrt. Sie zu kommunizieren kann auch mit den Krankenkassen nicht abgerechnet werden!

Ich glaube durch den Ausbruch von COVID-19 werden wir alle einen Lernprozess durchgehen, der uns dazu zwingt, unser Denken und Handeln zu hinterfragen.

Wirtschaftlicher Erfolg

Im Wirtschaftsleben weltweit ist es ähnlich. Auf der einen Seite steht die Konsumgesellschaft mit überzogenen Ansprüchen und auf der anderen Seite die Menschen, die nicht den Anschluss zu einem vernünftigen Leben mit gesunder Ernährung erreichen können. Beide sind die Leidtragenden. Von den weltweit 7.7 Mrd. Menschen leben nur 2,8 Mrd. in vernünftigen Verhältnissen.

Die Erde könnte alle ernähren, wenn Kriege und Korruption nicht für ein Ungleichgewicht der Vermögensverteilung sorgen würden.

Liebe

Die Liebe unter den Menschen und mit der Natur, das ausschlaggebende der Schöpfung, treten wir mit Füßen und wir verstehen nicht, dass wir alle zusammengehören. Was im nächsten Schritt bedeutet, dass wir uns selbst schaden, wenn wir anderen einen Schaden zufügen. Wir leben die Zusammengehörigkeit nicht und somit geben wir sie auch nicht unseren Kindern weiter. Wir schaffen es einfach nicht sie nachhaltig im täglichen Leben umzusetzen. COVID-19 könnte uns helfen, dies zu verstehen.

Was will uns das Corona-Virus sagen.

Ich finde, wir sollten lernen mit dem zufrieden zu sein, was wir haben und uns darauf konzentrieren, was wir tatsächlich benötigen, um Körper und Geist in seiner Mitte zu halten.

Der Zukunftsforscher Matthias Horx empfiehlt, sich gedanklich in die Zukunft zu versetzen und zurück zu blicken auf das JETZT. Was war und was hat sich verändert?

„Wenn ich mir überlege, ich schaue in ein paar Jahren zurück auf die Zeit, in der wir jetzt leben, dann hoffe ich sagen zu können: Das war der Zeitpunkt, an dem wir Menschen begriffen haben, dass so vieles aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Corona-Krise, so verheerend Sie für viele Menschen auch war, hat uns die Möglichkeit geschenkt, zu uns zu kommen. Sie hat uns klar gemacht, dass wir – wo auch immer unsere Heimat ist – als Menschen verbunden sind. Und dass die Erde und alles was darauf gedeiht unser kostbarstes Gut ist. In einer atemberaubenden Schnelligkeit schafften wir es, überall dort, wo wir zuvor Raubbau betrieben hatten, Gleichgewicht wiederherzustellen.“

Ihr Walter Fries

 

 


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