AUS DER REIHE JAHRESTHEMA „TRANSFORMATION GESTALTEN“ | SANDRA STÜRMER

Beratung 26. November 2018

Transformation gestalten

Jedes Jahr wird ein Thema gemeinsam vom ganzen Team festgelegt, welches uns das Jahr über begleitet und mit dem wir uns aktiv beschäftigen. Dies geschieht in der internen Ausrichtung wie auch in der Kommunikation mit unserem Netzwerk und unseren Kunden, z.B. durch Mailings und Veranstaltungen. 2018 haben wir das Thema „Transformation gestalten“ gewählt. Unsere Beraterin Sandra Stürmer stellt sich in ihrem Artikel die Frage: Ist ein analoges Leben überhaupt noch möglich?

Diese Frage stelle ich mir seitdem meine Tochter auf der Welt ist immer öfter. Ich fange dann an meine Kindheit mit der ihrer zu vergleichen. Welche war besser? Einfacher? Oder kann man das überhaupt sagen?

Klar ist, als ein Kind der 80er bin ich auch nicht komplett ohne Technik aufgewachsen. Ich kann mich sehr gut an die fortschreitende digitale Revolution auch in der damaligen Zeit erinnern. Ich weiß noch ganz genau wie ich mit sieben Jahren im Nachthemd morgens in die Gartenlaube geschlichen bin um Tele 5 zu schauen, weil man Vater Tage zuvor unsere erste Satellitenschüssel installiert hat.

Mein Vater hatte schon immer mit Computer zu tun, so dass ich auch hier die Veränderungen im Laufe der Zeit mitbekommen habe. Der Wechsel von 5,25‘‘ zu 3,5‘‘ Diskette, die kleinen immer flacher und bunter werdenden Bildschirme. Und dann kam irgendwann die CD, die alles auf den Kopf stellte. Auf einmal wurden Disketten, Musik- und Videokassetten überflüssig. Irgendwie hatte es doch was Aufregendes, wenn man gespannt vor der Musikanlage saß und darauf wartete, dass man auf Aufnahme drücken konnte. Und wehe, wenn der Radiosprecher es wagte mit dem Reden anzufangen bevor das Lied fertig war. So entstanden bunt gemixte Tapes, die einen nostalgisch werden lassen, wenn man sie heute in die Finger bekommt.

Und wie stellt sich das in Zeiten von Spotify, Napster und Deezer dar? Einfach Handy an, runterladen, anhören. Die passenden Playlists gibt es für jedermann schon fertig zusammengestellt. Ist das zu einfach, zu langweilig? Ich bezweifle, dass jemandem in 20 Jahren seine Playlist von heute zufällig in die Hände fallen wird und sich dann daran noch erinnert. Anderseits erspart es einem, Stunden damit zu verbringen den Bandsalat der Lieblingskassette wieder aufzuwickeln.

Dennoch fehlt mir heutzutage manchmal das „Greifbare“, etwas in den Händen zu haben. Das gleiche gilt für Bücher, Filme, sämtliche Medien. Statt 1-2 Filme in der Videothek auszuleihen, zappt man sich heutzutage durch Amazon, Netflix und Co. Der Vorteil: Endlich die neue Lieblingsserie am Stück schauen ohne eine Woche auf die nächste Folge warten zu müssen. Doch manchmal geht es einem auch so wie bei dem Fernsehprogramm, man zappt und zappt und zappt und findet in der ganzen Angebotsvielfalt doch nichts Passendes.

Und dann ist da noch die Alexa! Ja, auch bei uns ist sie zu Hause eingezogen. Und ich gebe zu, zum Musikhören (gerade mit meiner Tochter) finde ich sie toll. „Alexa, spiele Hänschen klein“ rufe ich dann oder was meiner Kleinen gerade sonst einfällt hören zu wollen. Es ist einfach, entspannt ohne rum Gesuche und funktioniert (meistens). Und was ist, wenn der Strom oder das Internet ausfällt??? Dann geht die Welt davon auch nicht unter…Nein ein generelles Leben ohne digitale Medien ist heutzutage nur schwer möglich. Aber ich denke auch nicht erstrebenswert, man muss nur den richtigen Mix finden und manchmal einfach……..Abschalten!

 

 


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