IM GESPRÄCH MIT UNSEREN KUNDEN #12 | SCHINK MANAGEMENT & HOLDING GMBH

Beratung 30. Oktober 2018

Torsten Schink, ein erfolgreicher Geschäftsmann, hatte 2015 den Wunsch ein dienstleistungsorientiertes KMU in der Industrie zu übernehmen. Dass der Weg dahin zwei Jahre dauern würde, hätte er nie gedacht. Die WTA Wachsmtuh GmbH & Co. KG aus Freigericht erwarb er Ende 2017. Constanze Fries und Eva Kleinschmitt haben ihn vor Ort besucht und kennengelernt.

Wie kam die Idee zum Unternehmertum?

»Von dem Wunsch etwas zu unternehmen, etwas aktiv zu gestalten und zum Besseren verändern zu wollen. Den Wunsch nach beruflicher Unabhängigkeit hatte ich seit Beginn meiner beruflichen Karriere. Schon gleich nach dem Studium und erster praxisorientierter Aufgaben habe ich mit einem Freund ein Unternehmen gegründet. Dabei habe ich mich stark um den Vertrieb und die Auftragsakquise gekümmert und folgend um die Auftragsabwicklung der größeren Projekte. Der Partner übernahm derweil die Gründungsaktivitäten. Der spätere Eintrittspreis als Gesellschafter in die Gesellschaft war dann für mich nicht mehr finanzierbar.

Nach kurzer Zeit warb mich einer meiner neuen Kunden, ein ingenieurtechnisches Anlagenbauunternehmen aus Gießen, als Niederlassungsleiter ab. Diese Aufgabe habe ich für fünf Jahre übernommen. Als Niederlassungsleiter bin ich dann zu SIEMENS gewechselt und nach dem Verkauf der Geschäftsaktivitäten an die HOCHTIEF AG. Dort war ich dann für regionale Geschäftsaktivitäten in Rhein-Main zuständig. Meine Ideen zur Verwirklichung unternehmerischer Aktivitäten haben mich die ganze Zeit begleitet und in dem jeweiligen Umfeld erfolgreich gemacht.

Später war ich fast vier Jahre in der Schweiz als CEO im Elektro- und Automatisierungsbereich tätig und wurde später Vorstand eines der größeren technischen Beratungsunternehmen, welches ich über knapp zwei Jahre erfolgreich durch eine tiefgreifende Umstrukturierung und Neuausrichtung geführt habe. Viele Erfahrungen reicher und in vielen Situationen persönlich gewachsen war der Entschluss 2015 konkret gefasst, an die Umsetzung des eigenen Unternehmens zu gehen. Ich rief im Sommer 2015, entschlossen zur Umsetzung, Holger Fries an und besprach mit ihm mein Vorhaben zur Übernahme eines Unternehmens. Der nächste Schritt war getan und wie sich herausstellen sollte, mit den richtigen Verbündeten.«

Was waren Ihre Kriterien bei der Suche nach einem Unternehmen?

»Von Anfang an war ich auf dienstleistungsorientierte KMU in der Industrie interessiert. Ich wollte Messbares und Akkurates in den Händen halten können. Ich suchte ein Unternehmen, bei dem ich mit meinen Erfahrungen und mit meinem Gestaltungswillen einen konkreten Nutzen für die Kunden schaffen kann. Gleichrangig dazu, waren die Unternehmenskultur und die verkörperten Werte für mich wichtig. Drücken sie doch bei Übereinstimmung aus, wie sehr das Unternehmen und der neue Unternehmer zusammenpassen.

Während meiner Suche nach den passenden Unternehmen habe ich unterschiedliche Nachfolgemodelle am Markt angetroffen. Die altersbedingte Nachfolge bei WTA Wachsmuth GmbH & Co. KG bot für mich die passenden Rahmenbedingungen.«

Was genau macht WTA Wachsmuth?

»WTA Wachsmuth sichert die Produktqualität seiner Kunden durch Sortierarbeiten oder durch Konfektionierung der Produkte. Diese Dienstleistungen werden von der Kleinserie bis zur Großserie erbracht. Die Kunden sind Zulieferer der Automobilindustrie, Medizingerätehersteller oder die Werbeindustrie. Den Letztgenannten helfen wir bei der Erstellung von Werbemitteln oder beim Versand personalisierter Werbung. Werbekampagnen großer Filialisten in der Gastronomie oder im Lebensmitteleinzelhandel unterstützen wir als Dienstleister der Werbeagenturen.

Unsere Leistungen finden auch dort immer Anwendung, wo zum Beispiel das Produkt im Fertigungsprozess die gewünschte Qualität nicht aufweist. Dann greifen wir ein und sortieren aus. Der Wert unserer Arbeit macht sich dort bemerkbar wo Maschinen nicht eingreifen können, um die, für den Kunden im allgemeinen so wichtigen haptischen oder individuellen Merkmale zu prüfen oder zu erzeugen. Unsere Kunden haben typischerweise breite Produktspektren mit mehrstufigen Fertigungsprozessen und fallweise sortentypischen Kennzeichnungswünschen.

WTA Wachsmuth steht in den prozessorientierten Lieferketten seinen Kunden als qualitätssicherndes Unternehmen zur Seite. Eben auch dann, wenn es ganz knappe Termine gibt, z. B. um Fertigungsprozesse der Automobilindustrie am Laufen zu halten.«

Was ist darunter zu verstehen?

»Es kann immer wieder passieren, dass Kunden in der Produktion kurzfristig auftretende Qualitätsschwankungen haben oder Lieferengpässe beseitigt werden müssen. Dann kommen wir ins Spiel und sortieren in kürzester Zeit aus, was nicht den strengen Kriterien entspricht, oder bearbeiten nach und liefern just-in-time aus. Wir haben schon öfters von unseren Kunden dankend gehört: “Wenn es brennt, seid ihr für uns da.“«

Ab wann wussten Sie, dass WTA Wachsmuth GmbH & Co. KG das richtige Unternehmen ist, das Sie übernehmen möchten?

»Wie anfangs beschrieben, gab es Kriterien die ich während meiner über 2-jährigen Suche immer mehr verfeinert hatte. In dieser Zeit habe ich mehr als 30 Unternehmen intensiver geprüft. Dabei traf ich auf Verkäufer, die aus verschiedensten Gründen verkaufen wollten. In Frau Wachsmuth fand ich eine Unternehmerin die schon zwei gescheiterte Verkaufsversuche ohne Berater hinter sich hatte und die jetzt einem strukturierten Verkaufsprozess folgen wollte. Das Unternehmen hatte einen klar auf Kundennutzen ausgerichteten Dienstleistungscharakter und die zweite Führungsebene war motiviert unter neuer Eigentümerstruktur weiterzuarbeiten. Der zentrale Unternehmenswert und die Zuverlässigkeit in allen Belangen passten zu meiner Einstellung.

Natürlich konnte ich bis zur Vertragsunterschrift nicht wissen inwiefern der Verkaufsprozess tatsächlich gelingt. Es kann immer wieder Diskussionspunkte in einer Verhandlung geben, die durchaus Sprengkraft besitzen. Holger Fries und seine Berater haben aufkommende Fragen jederzeit sehr gut moderiert und somit wesentlich zum Erfolg beigetragen.

Auf Grund der 2-jährigen erfolgslosen Suche nach einem Unternehmen, hatte ich hin und wieder aufkommende Zweifel, ob es eben nicht so sein soll oder ob etwa ein anderes Unternehmen auf mich wartet. Wie dem auch sei. Geholfen hat mir meine Vorstellungskraft und meine Erfahrung, wie solch eine Übernahme trotz Schwierigkeiten erfolgreich zu Ende gebracht werden kann. Dabei gezielt beraten, wurde ich von Claus Barthold aus dem Team von WALTER FRIES.«

Wie war es für Sie, als neuer Inhaber ins Unternehmen zu kommen?

»Spannend und interessant zugleich. Der Geschäftsführer Mark Parr freute sich auf unsere Zusammenarbeit und unsere Zusammenarbeit ist weiterhin fruchtbar. Alle Mitarbeiter wurden übernommen und haben Freude mich als geschäftsführenden Gesellschafter in der Firma die Zukunft gestalten zu sehen. Bei unseren effizienzgetriebenen Prozessen ist natürlich Disziplin und die Einhaltung definierter Prozesse ein Erfolgskriterium. Das ist den Mitarbeitern selbstverständlich bewusst, weil die Zukunft der Arbeitsplätze vom Erfolg und der Qualität unserer Arbeit abhängt. Insofern war gut zu sehen wie die Leistung weiterhin gestimmt hat.«

Wie wird die Digitalisierung die Arbeitswelt in Ihrem Unternehmen beeinflussen?

»Erheblich! Jede unserer Tätigkeiten kann durch Maschinen irgendwann einmal erledigt oder vermieden werden. Das dauert sicher noch ein paar Augenblicke. Im Moment findet der Wandel kontinuierlich statt. Die Digitalisierung der Bürotätigkeiten haben wir erlebt. Die des Logistikprozesses leben wir bereits. Die Automatisierung weiterer Schritte in der Produktion steht an. Die Digitalisierung unseres Geschäftsmodells wird die größte Herausforderung der nahen Zukunft sein. Dazu zählt nicht die Wahrnehmung des Unternehmens im Internet sondern die Vernetzung unserer Dienstleistung in die Produktionsprozesse und das Integrieren der Daten in die Herstellungsprozesse. Dabei kann Augmented Reality unterstützen, ebenso das Handhaben komplexer Bearbeitungsprozesse mit Robotern.

Zurzeit prüfen wir den Einsatz automatisierter Prüfprozesse und Roboteranwendungen. Wir haben für uns erkannt, dass die Mensch-Maschine-Kollaboration für uns in Zukunft die Möglichkeit bietet unseren Kunden im Wettbewerb stärker zu unterstützen.«

Verraten Sie uns Ihr Geheimnis für Ihren Erfolg?

»Ausdauer und Disziplin sind die, die aus der Erziehung kommen und Dankbarkeit und Demut die, die ich mir im Laufe des Lebens nach Niederlagen erarbeitet habe. Sie fragen mich welchen Erfolg ich habe? Das definiert sicher jeder für sich etwas anders. Zufrieden mit der Akquisition bin ich schon heute, aber wirklichen Erfolg kann ich erst definieren, wenn die weitere Entwicklung des Unternehmens sich in erfolgreichen Kunden und erfolgreichen Geschäftsprozessen ausdrückt. Ich mache das was ich kann, so gut ich kann. In erster Linie diene ich der Firma und unseren Kunden.«

Was treibt Sie als Unternehmer an?

»In erster Linie der Wunsch andere Menschen erfolgreicher zu machen. Da unsere Kunden und auch deren Kunden mit uns über unsere Arbeit verbunden sind, sehe ich mein Engagement, unsere Arbeit, als Dienst an uns allen. Ganz einfach gesprochen, wir helfen unseren Kunden bessere Produkte auf den Markt zu bringen. Das macht unsere Kunden erfolgreich und für uns als Unternehmen ist das ein Erfolg.«

Sie sprechen sehr oft von uns, was meinen Sie damit?

»Ja, ich glaube an die Stärke des Teams und die gemeinsamen Werte die ein Team verbindet. Wenn wir heute den Erfolg einer Sportmannschaft, einer Firma, oder der Zivilgesellschaft vom Zusammenhalt bestimmt sehen, dann basiert dies auf gleichen Werten, einem klaren Ziel und der Leistung des Einzelnen für alle.Nach diesem Prinzip bringe ich mich heute in die Firma ein, und so haben wir, die Menschen bei WALTER FRIES und ich, zusammengearbeitet.«

Was würden Sie aus Ihren Erfahrungen anderen Unternehmern mitgeben wollen?

»In Bezug auf Firmentransaktionen im Mittelstand schlage ich dem Verkäufer vor, sich über den Nachfolger und den Nutzen den das Unternehmen für diesen haben könnte, Gedanken zu machen. Der wichtigste Kunde des Unternehmers in diesem Zusammenhang ist sein Nachfolger. Einem Nachfolger würde ich empfehlen, nach seinem Warum zu suchen und sich seiner Motive im Klaren zu sein. Entschlossen zu handeln und mutig in die Zukunft zu gehen, ist sicherlich immer hilfreich. Scheitern ist nicht schlimm, sondern der Hinweis darauf, es beim nächsten Mal anders/besser zu machen.«

Wie ist der Kontakt zu WALTER FRIES entstanden?

»Der Kontakt entstand über einen engen Vertrauten, Björn Hillesheim von der Fa. TiCAD, einem Hersteller von hochwertigen Golftrolleys aus Altenstadt, der ebenfalls bei WALTER FRIES Kunde ist. Besonders eng zusammengearbeitet habe ich mit dem Senior Berater Claus Barthold. Ich bezeichne ihn gern als mein kaufmännisches Gewissen. Die Zusammenarbeit mit ihm ist immer sehr professionell und von sehr hoher fachlicher und menschlicher Kompetenz geprägt.«

Was waren und sind heute die Aufgaben von WALTER FRIES in Ihrem Unternehmen?

»Die für mich wichtigen Aspekte der Zusammenarbeit gingen von der Kaufpreisfindung bis zur Transaktionsfinanzierung. Die Kaufpreisfinanzierung war am Ende der kleinste Teil der Arbeit. Jedoch der Weg dorthin führt über diverse Bilanzanalysen, Unternehmensbewertungen, Bankgespräche und Förderthemen. Claus Barthold war während dieser Zeit und ist auch heute im Post-Merger-Prozess ein enger Vertrauter. Somit habe ich in allen entscheidenden Phasen ein 4-Augen Prinzip gewahrt. Ich halte dieses Prinzip für hilfreich, um Emotionen in richtige Bahnen zu lenken und sich kritisch hinterfragen zu lassen und auch um sich auch zu disziplinieren. Denn am Ende eines solchen Prozesses geht es um den Transaktionserfolg und eine gelingende Fortführung des Unternehmens.

Durch die langjährige Erfahrung in der Unternehmensberatung und das „Händchen“ im Umgang mit Menschen ist WALTER FRIES geradezu prädestiniert in der Mittelstandsberatung und zu Recht erfolgreich. Claus Barthold kennt das Unternehmen, meine Ziele und mich mittlerweile durch die langjährige Zusammenarbeit so gut, dass er bei Nachfragen jederzeit helfen kann.
Wenn ich mich zu einer Rezension für WALTER FRIES äußern würde, gäbe es 5 von 5 Sternen für WALTER FRIES und für jeden Mitarbeiter der Firma.«

Vielen Dank Herr Schink.

Weitere Informationen über WTA Wachsmuth finden Sie auf ihrer Homepage.

 

 


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