IM GESPRÄCH MIT UNSEREN KUNDEN #11| terraconsult Vermögenstreuhand GmbH, Bad König

Corporate Finance 1. Juni 2017

Terraconsult Seniorenresidenz Bad König

Die terraconsult Vermögenstreuhand GmbH hat sich bis heute stetig zu einer erfolgreichen Projektierungsgesellschaft für Immobilien entwickelt. Die Mitarbeiter übernehmen primär Managementaufgaben im Bereich von Sozial- und Hotelimmobilien. Des Weiteren werden ausgesuchte Objekte vermittelt. In Bad König (Odenwald) betreibt der Geschäftsführer Herr Jörg Thuss drei Senioren- bzw. Pflegeheime in Eigenregie. Constanze Fries und Eva Kleinschmitt haben ihn vor Ort besucht und kennengelernt.

Wie ist die Idee zum Unternehmen entstanden? Was ist Ihre Vision des Unternehmens?

»Ich beschäftigte mich schon immer mit Immobilien – seit fast 44 Jahren – allerdings nie im Rahmen einer eigenen Gesellschaft und als Objektinitiator. Nachdem ich 15 Jahre freiberuflich in der Branche tätig war, auch international, entstand 1985 das Unternehmen terraconsult, das sich primär auf den deutschen Markt fokussierte. Das Unternehmen ist kontinuierlich gewachsen. Wir haben Hotelimmobilien gebaut und Wohnanlagen errichtet, um sie im Anschluss an Kapitalanleger wie auch Selbstnutzer zu verkaufen. Jedoch war das Ausland auch hier nicht uninteressant. Ich war 1985 auch schon in Amerika, Frankreich, Italien und Spanien aktiv und habe dort Immobilien an deutsche Käufer vermittelt.

Im Jahr 2000 haben wir einen Großteil der selbsterbauten Seniorenhäuser in Eigenregie übernommen. Bis dahin hatten wir die Häuser nur gebaut, verkauft und verwaltet. Nun übernahmen wir operative Aufgaben, wie hier in Bad König. Aktuell betreiben wir mehrere Residenzen, ein großes Pflegehaus („Blaue Haus“) und ein großes Hotel in der Nähe von München. Nach wie vor führen wir ebenso noch unsere Mietverträge mit anderen Seniorenimmobilien, die wir gebaut haben.

Die Erfahrungen, die wir im Bereich der Sozialimmobilien in den letzten zwei Jahrzehnten gesammelt haben, sind sehr wertvoll für die Perspektive nach vorne. Wir möchten geordnet wachsen. Es geht nicht darum, der Größte bundesweit zu sein, sondern vorrangig ein Team zu haben, das gerne in den Häusern arbeitet und Bewohner, die sich sicher und geborgen fühlen. Es geht hier mehr um die Qualität.«

Wie war Ihr Weg, bis Sie sich etabliert haben?

»1996/1997 wurde als erstes hier in Bad König die Residenz („Rotes Haus“) erbaut. Wir haben damals das geplante Projekt von einer anderen Gesellschaft aus Berlin übernommen, da diese die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung hatte, das Projekt zu realisieren. Wir haben regionale Partner und Banken gefunden, mit denen wir das Projekt erfolgreich umsetzen konnten. Nach einigen Jahren gab es Bedarf für ein Pflegehaus da und wir bauten das „Blaue Haus“. Das angrenzende Grundstück wurde uns ebenfalls zum Kauf angeboten und so entstand die Vision des „Gelben Hauses“. Damit runden wir unser Angebot im Seniorenwohnsegment ab.«

Was sind Ihre Alleinstellungsmerkmale?

»Mit den drei Häusern in Bad König sprechen wir drei verschiedene Zielgruppen innerhalb des Segmentes an. Die jüngste Zielgruppe beginnt mit dem Alter ab 65 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt überlegen die Menschen, was sie nach ihrer Pensionierung machen möchten. Themen wie Wohnverhältnisse, Sicherheit und Gesundheit spielen eine immer größere Rolle. Diesen Menschen bieten wir das „Gelbe Haus“ an und im Anschluss, wenn der Kunde noch mehr Komfort und Sicherheit benötigt, die Residenz. In der Residenz erlebt man ein hotelähnliches Leben mit eigenem Restaurant, Kiosk, Bibliothek, Friseur, Fußpflege und vielen hauseigenen Veranstaltungen. Wir achten darauf, dass die Wohnungen in einem sehr guten Zustand sind und selbstverständlich bieten wir auch einen Reinigungsservice an. Wenn die Menschen dann Pflege benötigen, können sie in das benachbarte „Blaue Haus“ wechseln.

Die drei Häuser stehen fast nebeneinander und das ist der Vorteil. Wenn die Senioren innerhalb der Häuser umziehen, werden sie nicht aus ihrem sozialen Gefüge entrissen und können ihre Kontakte weiterhin pflegen und erhalten.«

Spielen ökologische und nachhaltige Aspekte in Ihrem Unternehmen eine Rolle?

»Wir achten darauf, dass unsere Gebäude nachhaltig gebaut werden. Wir beschäftigen uns viel mit dem Thema Energieeffizienz, die wir mit der entsprechenden Technik bestmöglich umsetzen. Das heißt, dass die Gebäude langfristig auch kosteneffizient betrieben werden können. Dabei haben wir noch besondere umweltfreundliche Komponenten berücksichtigt wie z. B. eine Ladestation für Elektroautos in der Tiefgarage.

Generell ist unser Geschäftsmodell auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, da unser Ziel ist, den Ansprüchen an Betreuung, Service und Pflege der älteren Menschen jederzeit gerecht zu werden.«

Ist es für Sie eine Herausforderung Fachkräfte zu finden?

»Gutes Fachpersonal zu bekommen ist eine der größten Herausforderungen. Ich denke, es kommt darauf an, dass man einen interessanten Job anbietet und ein gutes Team vor Ort ist. Der Mitarbeiter sollte sich wohlfühlen, Freiheiten haben, sich zu entfalten und zu entwickeln. Ich bin ein Unternehmer, der versucht, den Mitarbeitern viele Freiheiten in der Gestaltung zu geben. Und auch wenn wir uns hier in Bad König eher auf dem Land befinden, haben wir gute Verkehrsanbindungen, wobei doch die meisten ein Auto haben.«

Was treibt Sie als Unternehmer an?

»Ich bin bereits 70 Jahre alt und einige fragen mich auch immer, warum ich nicht aufhöre zu arbeiten. Ich könnte es mir auch leisten. Jedoch steckt das nicht in mir drin. Ich arbeite gerne. Ich muss mich nicht am Montag zwingen auf die Arbeit zu gehen. Ich arbeite gerne auch am Wochenende. Arbeit ist für mich Lebenselixier, etwas zu bewegen, Dinge in Bewegung zu halten und zu verbessern, das macht mir Freude und bedeutet Dynamik für mich persönlich. Trotzdem habe ich auch meine Hobbies zum Entspannen.«

Was würden Sie anderen Jungunternehmern mitgeben wollen?

»Durchhaltevermögen finde ich ein wichtiges Element. Am Montag gerne zur Arbeit gehen und sich gerne mit Themen, die nach vorne gerichtet sind, beschäftigen. Nicht zu schnell aufgeben und vor allem sich realistische Ziele setzen.«

Wie ist der Kontakt zu WALTER FRIES entstanden?

»Ich habe Holger Fries auf einer Veranstaltung der Sparkasse in Erbach, bei der er einen Vortrag über Unternehmensnachfolge gehalten hat, kennengelernt. Der Mann war mir von Anfang an sympathisch. Die Sparkasse hat mir dann auch den Eindruck durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit WALTER FRIES bestätigt. Auf der Veranstaltung habe ich ihn gefragt, ob ich mit ihm Kontakt aufnehmen dürfte, da ich gerne jemanden hätte, der mir in gewissen Themen einen unternehmerischen Rat geben könnte.«

Was waren die Aufgaben von WALTER FRIES in Ihrem Unternehmen?

»Als wir das „Gelbe Haus“ bauen wollten, benötigte ich eine wirtschaftliche Empfehlung des Unternehmens, sowie die Aufbereitung der Finanzzahlen und die Erstellung eines Finanzkonzeptes für die Bank. Als der Banker sah, dass die Unterlagen aus dem Hause Fries kamen, hatte ich direkt einen Vertrauensvorschuss. Da erkennt man welche Reputation jemand hat.«

Welche drei Wörter fallen Ihnen spontan zu Walter Fries ein?

»Ein junges dynamisches Team, besonnen aber zielorientiert und vor allem fair.«

Vielen Dank Herr Thuss.

Mehr Informationen finden Sie hier

 


zum Blog Vorheriger Artikel
UNTERNEHMENSSTEUERUNG 4.0 MIT DER WALTER FRIES BUSINESS INTELLIGENCE
Nächster Artikel
PATER ANSELM GRÜN AM 19. JUNI 2017 IN DER STADTHALLE ASCHAFFENBURG

Kommentare sind geschlossen.