M&A NEWS MASCHINENBAU / ANLAGENBAU NOVEMBER 2016

Corporate Finance 7. Dezember 2016

Firmenverkauf Maschinenbau Anlagenbau

Die Maschinenbaubranche erlebt mit dem verlangsamten Wachstum der Wirtschaft in China zusammen mit den weiter anhaltenden Sanktionen mit Russland eine zögerliche Entwicklung bis hin zu einem Nullwachstum gegenüber dem Vorjahr. „Angesichts eines schwachen weltwirtschaftlichen Umfeldes und anhaltender politischer Störungen, die unsere Geschäfte spürbar beeinträchtigen, betrachten wir dieses Ergebnis als Erfolg“, teilte VDMA-Präsident Reinhold Festge mit. Die WTO bewertete das aktuelle Geschäftsjahr als das schlechteste seit der Finanzkrise 2009. Im ersten Halbjahr 2016 konnten die Maschinenbauer in Deutschland ihre reale Produktion leicht um 1,1 % steigern. Aufgrund eines außerordentlich schlechten Juli-Wertes von minus 9,3 % trübte sich die Situation recht schnell ein.
Für 2017 soll in der stark vom Export abhängigen Branche wieder mit einem Wachstum von rund einem Prozent gerechnet werden. Dennoch ist die Bedingung hierfür Klarheit in vielen politischen Themen, die Unsicherheit durch das CETA Abkommen miteingeschlossen. Der Faktor E-Mobilität tut sein Weiteres dazu. Demgegenüber versprechen neue Handelsabkommen mit dem mittleren Osten, vor allem dem Iran, neue Wachstumsfelder. Dennoch: Das wirtschaftliche Gesamtniveau bleibt hoch. Erfolgreiche Unternehmensverkäufe fanden auch unter diesen beschriebenen schwierigen Umständen statt. Die Bewertungsmultiplikatoren – vor allem in der Nische – bleiben bei Werten zwischen 6,00 x und 8,00 x EBITDA immer noch attraktiv.

Industrie 4.0 als wichtige Triebkraft?

Chancen zieht die deutsche Schlüsselindustrie mit mehr als einer Million Beschäftigten vor allem in der Automatisierung der Produktion und der Digitalisierung rund um den Globus. Das Schlagwort „4.0“ bleibt ein wegweisendes Thema und zentral für zukünftiges Wachstum. Laut aktuellen IT-Studien setzen Maschinenbauer mit ihren aktuellen Investitionsplänen bis 2018 bereits neue Schwerpunkte. In Zukunft werden Maschinen, Lagersysteme und Betriebsmittel weltweit vernetzt, um industrielle Prozesse von der Produktion bis hin zur Lieferung noch flexibler und kundenorientierter gestalten zu können. Aufgrund dieser Themen könnte sich die Bruttowertschöpfung in der Branche bis zum Jahr 2025 auf rund 100 Mrd. Euro erhöhen.
Wie alle Marktteilnehmer hoffen auch wir auf ein spannendes und lebendiges Marktumfeld im neuen Geschäftsjahr. Sicherlich werden wir die eine oder andere Überraschung hinsichtlich strategischer Akquisitionen mit namhafter Beteiligung erleben. Der deutsche Mittelstand bleibt bezüglich seiner Technologieführerschaft im Radar vieler Investoren.

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