AUS DER REIHE JAHRESTHEMA „BEWUSSTSEIN“ | STEFAN SCHAUPP

Beratung 14. Oktober 2015

Jahresthema Bewusstsein | Stefan Schaupp

 

„Wir leben bewusst, wenn wir Dinge anders machen.“ Das waren die Worte von Jens Corssen, seines Zeichens Diplompsychologe und Verhaltenstherapeut, die beim Benefizsymposium 2015 des Frankfurter Round Table 90 fielen, welchen wir, das Team der WALTER FRIES Firmengruppe im Juli dieses Jahres besuchten. Obwohl an diesem runden Tisch neben Corssen solch hochkarätige Gäste wie DM-Gründer und Unternehmenschef Götz Werner sowie Benediktinerpater und Referent Anselm Grün saßen, waren es – vermutlich dem Jahresmotto geschuldet – insbesondere diese Worte, die mir im Gedächtnis haften blieben.

Doch was bedeutet das – „Wir leben bewusst, wenn wir Dinge anders machen.“? Nach meiner Interpretation heißt es, sein eigenes Handeln hin und wieder auf den Prüfstand zu stellen. Das bedeutet weniger, sich selbst in Frage zu stellen und sich durch Selbstzweifel im Wege zu stehen, sondern vielmehr den Blick zu weiten, Alternativen in Betracht zu ziehen, hin und wieder andere Wege zu gehen um sich schlussendlich selbst weiterzuentwickeln. Dazu können auch schon die kleinen Dinge des Lebens gehören. Zugegeben, die Zeiten, in denen gefühlt jeder Zweite Deutsche als (Pauschal-) Urlaubsziel wahlweise Italien oder Mallorca ausmachte, scheinen der Vergangenheit anzugehören. Ein Trend zu mehr Experimentierfreudigkeit ist spürbar. Aber wer sagt denn, dass es immer dieselbe Route sein muss, die uns beim Samstag morgendlichen Spaziergang zum örtlichen Bäcker führt? Und wo steht geschrieben, dass man sich bei seinem Lieblingsitaliener immer wieder eine große Speciale mit extra Paprika bestellen muss?

Manchmal ändern wir kleine Dinge des Lebens, die fast schon nichtig erscheinen. Und manchmal, vermutlich eher selten, treten kleine Dinge in unser Leben, die uns verändern – und damit nicht nur den Cholesterin-Spiegel (hier wären wir wieder bei der Speciale) auf den Kopf stellen, sondern unser ganzes Sein. Dies geschah in meinem Fall im Januar dieses Jahres, als mein Sohn Luca das Licht der Welt erblickte. Wenn auch das Bewusstsein nach manch schlafloser Nacht am Folgetag merklich litt, so machte er mir ein Stück weit bewusst, wie relativ so manche Problemchen des Alltags sind, und was tatsächlich von Bedeutung ist. Für mich gibt es daher keinen Zustand, in welchem ich bewusster bin, als der Augenblick, in welchem Luca – ganz nah an mich geschmiegt – genüsslich an seinem Fläschchen nuckelt während sein Blick unaufhaltsam meine Augen fixiert.

Dennoch ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich mit dem Ziel der bestmöglichen Vereinbarung von Beruf, Studium, Familie und sonstigen Aktivitäten, die auf der Skala zwischen Pflicht und Freizeit mal in die eine oder andere Richtung tendieren, von A nach B hetze und mein inneres Ich sich aus meinem Machtbereich mehr und mehr verabschiedet. An diesen Tagen mahnt mich hin und wieder eine Stimme zum Innehalten. Zur Entschleunigung. Zum Durchatmen.

Es ist die Stimme eines Mannes, der uns, dem Team der WALTER FRIES Firmengruppe, ein Synonym von „Bewusstsein“ an die Hand gegeben hat, welches auf den ersten Blick einen völlig anderen Ansatzpunkt verfolgt, als die einleitende Definition des Herrn Corssen: „Präsenz“. Der Personal Consultant und Schauspiellehrer Torsten Stoll führte uns die Bedeutung des eigenen Körpers vor Augen. Indem wir uns jedes Einzelnen unserer Körperteile bewusst werden, werden wir präsent – uns selbst gegenüber wie auch im Zusammenspiel mit der Umwelt. Nur wem es gelingt sich ab und zu aus dem Hamsterrad zu befreien und der die Chance nutzt, in sich hinein zu hören, sich seiner selbst bewusst zu werden und auch die Wirkung des eigenen Tuns auf seine Umwelt einzuschätzen versucht, der ist auch in der Lage sich zu entwickeln, andere Wege zu gehen und „Dinge anders zu machen“.

 

 


zum Blog Vorheriger Artikel
ERFOLGSMELDUNG | ANTEILSVERKAUF DER MSS MEDICAL SET SERVICES GMBH AN DIE STS MEDICAL GROUP S.À.R.L.
Nächster Artikel
IM GESPRÄCH MIT UNSEREN KUNDEN #04 | RENOSTAR GMBH, GROSSWALLSTADT

Kommentare sind geschlossen.