IM GESPRÄCH MIT UNSEREM KUNDEN #03 | BATHON GMBH, ALZENAU

Beratung 8. Mai 2015

 

Die Bathon GmbH aus Alzenau ist ein Familienunternehmen in zweiter Generation.  Es bietet Konstruktion, Fertigung und Montage im allgemeinen Maschinenbau mit Schwerpunkt im Bereich Blechverarbeitung, mechanische Fertigung und Schweißtechnik. Wir haben uns mit dem Geschäftsführer Stefan Bathon zu einem  Gespräch getroffen.

Wie ist die Idee zum Unternehmen entstanden?

»Mein Vater hat das Unternehmen 1976 gegründet, als Problemlöser für diverse Maschinen- und Anlagenprojekte. Anfang/Mitte der 80er Jahre wurde der Betrieb zu klein und mein Vater hat im Zuge der Expansion das erste Gebäude in Alzenau bauen lassen, mit der Vision das Unternehmen weiter wachsen zu lassen. Aktuell sind wir wieder an einem Punkt, an dem wir auf unserem Betriebsgelände nicht weiter wachsen können und überlegen den Schritt zu wagen, wie er damals, den Betrieb zu verlagern. Wir möchten ein neues Grundstück mit 10.000 qm Fläche erwerben – aktuell haben wir 3.800 qm – also eine deutliche Vergrößerung. Wir haben unser Mitarbeiterniveau von 35 Personen relativ lange stabil gehalten. Unsere personelle und maschinelle Kapazität ist auf unserer jetzigen Produktionsfläche ausgelastet und der nächste Schritt um Wachstum zu generieren, steht an.«

Wie war Ihr Weg, bis Sie sich etabliert haben?

»Mein Vater hat Projekte für Baugruppenfertigung und Werkzeugbau für seinen damaligen Arbeitgeber durchgeführt. Diese wurden mit der Zeit anspruchsvoller, so dass die Kunden und Interessenten außerhalb seines Arbeitgebers zunahmen. Unterstützung bekam er von einem weiteren Kollegen, der im Vertrieb aktiv wurde. Es wurden neue Branchen wie zum Beispiel die Textilbranche bedient. Das Know-how ist stets gewachsen, neue Fertigungstechnologien wurden eingeführt und der Maschinenpark erweitert. Am Ende konnten wir unseren Kunden ein Komplettpaket (Fertigung im Haus) anbieten. Wir haben uns in den letzten Jahren auf die Einzel- und Serienfertigung, die in unserem Hause abgewickelt wird, fokussiert.

Zu den Branchen die wir beliefern, gehören Automobilzulieferer, Textil, erneuerbare Energien, Motorsport, Lebensmittel, Chemie und Pharma, sowie der Maschinen- und Anlagenbau.«

Was sind Ihre Alleinstellungsmerkmale?

»Wir können vom Einzelteil bis zur Serie alles im Hause abwickeln. In der Fertigung können drei Mitarbeiter aus der Konstruktion eingesetzt werden. Dies ermöglicht es uns, Projekte mit kurzer Laufzeit flexibel umzusetzen. Durch die jahrelange Zusammenarbeit mit verschiedenen Branchen besitzen wir ein hohes Know-how.«

Spielen ökologische und nachhaltige Aspekte in Ihrem Unternehmen eine Rolle?

»In unserem Fertigungsbetrieb achten wir natürlich auf Energiesparmaßnahmen. Um die Kosten zu senken, arbeiten wir direkt mit Energieberatern zusammen. Unsere komplette Beleuchtung ist auf LED-Technik umgestellt worden. Durch Investitionen in neue Maschinen, die auf Stand-By Modus umschalten können, haben wir auch dort einen geringeren Stromverbrauch generiert.«

Dieses Jahr organisiert die Bathon GmbH einen „Tag der offenen Tür“ auf Ihrem Betriebsgelände. Wann wird das sein und auf was können sich die Besucher freuen?

»Diese Veranstaltung wird im September stattfinden und richtet sich an unsere Kunden und Interessenten. Dieser „Technologie-Tag“ ermöglicht es unseren Gästen, den kompletten Fertigungsprozess in unserer Halle kennen zu lernen. Dazu kommen noch 1 bis 2 spannende Fachvorträge. Wir sind noch in der Planung, daher kann ich leider noch nicht mehr verraten.«

 Die Bathon GmbH ist ein Familienunternehmen. Wie war Ihr Weg zu der Führungsposition?

»Die Bathon GmbH ist ein Familienunternehmen. Neben mir, arbeiten meine Schwester in der Buchhaltung und mein Bruder in der Fertigung. Ich bin seit dem Jahr 2000 im Unternehmen tätig. Am Anfang habe ich meine EDV-Kenntnisse in den Betrieb eingebracht und den Einkauf und die EDV geleitet. Weitere Verantwortungsbereiche wie die kaufmännische Leitung kamen hinzu. Ich bin neben meinem Vater recht schnell Geschäftsführer geworden. So bin ich über die Jahre in die Führungsposition hinein gewachsen. Im Jahre 2013 hat dann mein Vater das Unternehmen komplett auf mich übertragen.«

Verraten Sie uns Ihr Geheimrezept für Ihren Erfolg? Was können Sie jungen Unternehmern empfehlen?

»Ich habe einen bestehenden Betrieb übernommen. Daher war für mich die Herausforderung, den Betrieb nach eigenen Vorstellungen teilweise umzustrukturieren. Als junger Mensch mit vielen neuen Ideen musste ich öfter mit den langjährigen Mitarbeitern unseres Unternehmens einen Kompromiss finden. Da ist viel Überzeugungsarbeit nötig und eine teilweise Zurückhaltung sehr hilfreich. Und man muss auch einmal einen Rat annehmen können. So ist eine Weiterentwicklung im Team möglich. Wenn man die Mitarbeiter als Team gewinnen kann, dann stehen alle Türen offen und man hat Spaß an der Arbeit.«

Was treibt Sie als Unternehmer an?

»Mich persönlich treibt an, dass ich meine eigenen Ideen umsetzen kann. Wenn etwas nicht so läuft wie es soll, bin ich der Einzige, der dafür verantwortlich ist. Ich kann also keinen Schuldigen suchen. Das ist teilweise etwas anstrengend, aber motiviert mich am Ende des Tages zu einem Ergebnis zu kommen, mit dem ich sehr zufrieden bin.«

Seit wann arbeiten Sie mit WALTER FRIES zusammen? Wie ist der Kontakt entstanden?

»Im Jahr 2007 haben wir aufgrund einer Empfehlung von unserem Steuerberater das erste Mal mit der WALTER FRIES Unternehmensberatung zusammengearbeitet. Wir haben damals im Maschinenfinanzierungssektor viel mit Bürgschaften gearbeitet. Wir hatten Schwierigkeiten mit unseren Sicherheiten eine relativ kostengünstige Finanzierung abzuwickeln. Mit Senior Berater Mario Rüdel konnten wir einen Wettbewerb unter den Banken schaffen, unseren Horizont erweitern und die Liquidität durch Umschuldung optimierten. Eine bessere Argumentation in unseren Bankgesprächen war möglich. Dies führte dazu, dass wir unsere Bürgschaften wesentlich lukrativer und günstiger mit den vorhandenen Sicherheiten erhalten konnten. Mit unserem damaligen Kreditgeber wären weitere Bürgschaften nicht möglich gewesen und das hätte uns ausgebremst.

Seitdem kommt es immer wieder mal zur Zusammenarbeit mit WALTER FRIES, z.B. bei der Nachkalkulation von Maschinenstundensätzen. Bei dem Projekt der geplanten Immobilie sind wir froh, dass uns WALTER FRIES als Partner bei dieser einmaligen Investition zur Seite steht. Von der Planung bis zur Umsetzung.«

Hat sich durch die Beratung von WALTER FRIES im Unternehmen etwas geändert?

»Der Kontakt zu den Banken und das Auftreten gegenüber Kapitalgebern haben sich deutlich verbessert. Wir profitieren heute noch von dem damaligen Wettbewerb, den wir vor mittlerweile 10 Jahren zwischen den Banken geschaffen haben. Das gibt uns natürlich auch die Möglichkeit, mit mehreren Banken zu agieren.«

Gab es einen Moment oder eine Situation während der Zusammenarbeit, den Sie nie vergessen werden?

»Unsere Hausbank belastete damals unsere Bürgschaft mit vielen Sicherheiten. Jedoch waren durch die Kontakte von WALTER FRIES und die Aufbereitung der Finanzzahlen bei einer anderen Bank eine Bürgschaft ohne jegliche Sicherheiten möglich. Das war für mich ein „Hallo-Wach-Effekt“. Zu sehen, dass man vorher nicht alles richtig gemacht hat und es mehr Möglichkeiten mit der richtigen Vorbereitung gibt. Und vor allem mit einem Partner, der weiß wie man mit einer Bank sprechen kann und wie nicht.«

Vielen Dank Herr Bathon für das Interview und die kleine Führung durch Ihre Fertigungshalle.

 

 


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