HALBJAHRES-RESÜMEE | LEBENDIGKEIT IN DER WALTER FRIES FIRMENGRUPPE

Beratung 18. September 2013

Unsere Mitarbeiter formten zum Ende des letzten Jahres das Motto LEBENDIGKEIT für 2013, ein Begriff der uns bewegt und uns das ganze Jahr begleiten soll,  „Lebendigkeit“. Nach all d­en Jahren, in denen uns die mögliche Finanz- und Wirtschaftskrise und die damit einhergehenden Veränderungen beschäftigt hat, kam das Wort Lebendigkeit wie ein Aufatmen um die Ecke und fand spontan unsere Zuneigung.

Vielleicht weil es einhergeht mit unserem Bedürfnis bei all der Beschleunigung dieser Welt uns selbst nicht zu vergessen. Weil wir inzwischen erkannt haben, dass das Glück nicht unbedingt in Zusammenhang steht mit Wohlstand sondern vielmehr etwas ist, das wir finden wenn wir uns einlassen auf den Moment, auf diesen einen, der da jetzt gerade stattfindet.


Quelle: Children watch the story of „Saint George and the Dragon“ at an outdoor puppet theater in Paris, 1963 © Alfred Eisenstaedt – Time & Life Pictures/Getty Images

Ein herrliches Bild – Kinder schauen ein Puppentheater.

Kinder sind der Inbegriff von Lebendigkeit. Sie sind so wie sie sind: gerade heraus, immer in Bewegung, experimentierfreudig, von Natur aus kreativ, neugierig, mal laut und wild, mal leise und ins Spiel vertieft. Aber immer den Moment lebend.

Doch wir wissen aus unserer eigenen Kindheit, dass es nicht immer gut war impulsiv und direkt zu sein. Dass es andere verletzen kann und uns selbst auch.

Also hören wir auf, kleine Käfer zu zerquetschen nur um heraus zu finden, welche Farbe ihr Blut hat. Wir hauen nicht gleich zurück, wenn uns jemand ärgert, und wir malen die Wände nicht mehr mit Farbe an auch wenn wir das vielleicht manchmal gerne wollten. Und dann gibt es noch Erwachsene und Lehrer, die uns erzählen, was gut und was schlecht ist. Was man tut und was besser nicht. Die Jungs lernen etwas auszuhalten, Ihre Wut zu zügeln, keine Angst zu zeigen. Die Mädchen lernen, dass sie besonders geliebt werden wenn sie brav und fleißig sind. Und irgendwie lernen wir damit alle, dass wir ein Anderer werden sollten als der, der wir gerade sind.
Aber wir lernen auch, umzugehen mit der Rohheit in uns. Wir lernen Mitgefühl zu empfinden, uns für Andere einzusetzen auch wenn es uns nicht direkt nutzt. Wir lernen Regeln, die nützlich sind, um in der Familie, dem Kindergarten, der Schule, dem Sportverein gemeinsam mit Anderen etwas zu bewegen. Unser Schulsystem lehrt uns leider auch heute noch, dass es am Besten ist, die Aufgaben auf eine zuvor gelernte Art und Weise umzusetzen. Dafür bekommen wir Noten. Wir werden als gut bewertet, wenn wir Leistung nach Plan erbringen und dem System angemessen funktionieren.

Ja unser ganzes Wirtschaftssystem baut darauf auf, dass wir unsere Leistung erbringen, und zwar in jedem Jahr mehr.

Doch wer überrascht mit neuen, cleveren Produkten? Wer hat die innovativen Ideen für die unser Land so berühmt ist? Wer setzt Benchmarks?

Das sind Menschen, die sich ihr Kind-sein auf eine gewisse Art bis heute bewahrt haben. Die den Plan verlassen und eigene Wege gehen oder vielleicht noch nie nach Plan gelebt haben.
Die neugierig sind, Regeln brechen, querdenken, unangepasst sind. Die mit einem wachen Blick durch die Welt gehen und einfach „ihr Ding“ machen. Denen sich hinter jeder Ecke ein neuer Kosmos an Möglichkeiten auftut weil ihre Vorstellungskraft schier unendlich ist.

Was für eine innere Lebendigkeit kommt schon beim Schreiben der Worte auf!

Wenn Sie sich in jungen, erfolgreichen Unternehmen umschauen, dann stellen Sie fest, dass die Kaffeebar häufig den Konferenztisch ersetzt, die Lounge zum Abhängen einlädt, es keine Rolle mehr spielt ob der Mitarbeiter im Büro, zu Hause oder im Schwimmbad seine Arbeit erledigt. Dass es sich nicht um die geleisteten Stunden dreht sondern darum, ob das Projekt gut gelaufen ist. Da fallen Hierarchien weg und weil ja eh Alle gleichwertig sind wird auch schon einmal die Idee vom Chef in Frage gestellt oder jedes Team projektabhängig neu zusammengestellt. Das scheint zu funktionieren. Da entsteht plötzlich Platz für etwas Neues.

Es heißt aber nicht, dass es keine Regeln mehr gibt. Nur ihr Charakter ist ein Anderer. Sie werden nicht „von oben“ vorgeschrieben, sondern entstehen aus der gegenseitigen Verpflichtung und Eigenverantwortung heraus. Und sie können durchaus innerhalb eines Projektes, einer Abteilung, eines Teams variieren und morgen schon fallen gelassen werden wenn sie sich als unnötig erweisen.

Was sagen Sie dazu:

  • Wie lebendig fühlen Sie sich persönlich und wie lebendig ist Ihr Unternehmen? Was tun Sie um diese Lebendigkeit einzuladen?
  • Gibt es Vorschriften, feste Abläufe oder ungeschriebene Regeln, die vielleicht aus einer Zeit kommen, in der sie durchaus Sinn gemacht haben, die aber zum heutigen Stand eher einschränkend auf Sie und Ihre Mitarbeiter wirken?
  • Gibt es eine Ebenen übergreifende, offene Kommunikation und haben Emotionen und Privates Platz in Ihrem Unternehmen? Wird gelacht in Ihren Räumen?

Wir als WALTER FRIES Firmengruppe werden Schritt für Schritt lebendiger und offener.

Vor einigen Jahren haben wir begonnen, unsere Quartalsmeetings zu nutzen, um bewusst auf uns selbst zu sehen und uns als Unternehmen mit seinen besonderen Qualitäten und Eigenheiten kennen zu  lernen und zu formen. Im nächsten Schritt werden wir dies im Rahmen des Innovationscoachings nach der Augsburger Schule noch intensiver weiter verfolgen. Wir wollen uns als Unternehmen weiter entwickeln und das nicht nur auf der fachlichen Ebene.

Zusätzlich tragen viele kleine Dinge, wie eine regelmäßige Massageeinheit, frisches Bio-Obst, unser Sommerfest, zu dem wir die Familien unserer Mitarbeiter einladen oder auch ein gemeinsame Paddeltour auf der Lahn dazu bei, dass wir und über den beruflichen Kontext hinaus bewegen. Auch die Anbindung an die Hochschule bringt immer wieder frischen Wind und junge Menschen mit neuen Ideen in unsere Räume.

Mailen Sie uns doch einmal, was Sie zu diesem Thema denken und wie Sie Lebendigkeit in Ihr Unternehmen bringen! Wir stellen Ihren Beitrag nach Rücksprache gerne auch auf unseren Blog, so dass andere Unternehmen davon inspiriert werden.

Wir freuen uns auf Austausch mit Ihnen.

Constanze Fries, Coach
c.fries@walterfries.de

 

 


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